AMERIKA/CHILE - Mapuche beenden Hungerstreik

Montag, 4 Oktober 2010

Santiago (Fidesdienst) - Nach insgesamt 82 Tagen beendeten die Mapuche-Indianer in den Gefängnissen in Concepicion, Lebu und Temuco am 1. Oktober ihren Hungerstreik, nachdem eine Vereinbarung mit der Regierung im Hinblick auf den von der katholischen Kirche geförderten vermittelnden Dialog erzielt werden konnte. Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, teilte dies Erzbischof Ricardo Ezzati von Concepcion zusammen mit dem Indio-Vertreter Natividad Llanquileo und dem Untersekretär im Präsidentenamt Claudio Alvarado mit.
Die Mapuche fordern mehr politische Rechte und Anspruch auf Landbesitz für Indio-Gemeinden. Im Gefängnis befinden sie sich infolge einer Reihe von Gewalttaten, die von Brandstiftung bis zu versuchtem Mord reichen. Mit dem Hungerstreik wollten sie die Forderung durchsetzen, dass man sie nicht auf der Grundlage der Anti-Terrorgesetzen des Diktators August Pinochet verurteilt und dass der Prozess nicht im Rahmen eines doppelten Verfahrens (nach Militär- und Zivilrecht) stattfindet. (CE) (Fidesdienst, 04/10/2010)


Teilen: