ASIEN/CHINA - Daten zur Palmsonntagskollekte 2026 in chinesischen katholischen Gemeinden

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Shijiazhuang (Agenzia Fides) – Nach den bis Donnerstag, dem 30. April 2026, gesammelten Daten wurden bei der zum zehnten Mals durchgeführten Palmsonntagskollekte in den chinesischen katholischen Gemeinden insgesamt 933.473,04 Yuan (umgerechnet 116.964,17 Euro) gesammelt.
Die Spenden stammen aus 26 Diözesen, über 70 Pfarreien, Spendergruppen und von einzelnen Gläubigen. Die Gelder werden für Katastrophenhilfeprojekte verwendet.
Die Initiative wird von dem katholischen Hilfswerk „Jinde Charities“ getragen, das seit 30 Jahren die karitativen Projekte der katholischen Gemeinden in Festlandchina koordiniert.
Seit 2017 arbeitet „Jinde Charities“ bei der Durchführung der Spendenaktion unter der Leitung der chinesischen Bischöfe mit Priestern und Gläubigen aus dem ganzen Land zusammen. In den vergangenen neun Jahren haben die örtlichen Kirchen durch konkrete Aktionen und unzählige Solidaritätsinitiativen in den Bereichen Katastrophenhilfe, Armutsbekämpfung und Unterstützung Bedürftiger dazu beigetragen. An den Spendenaktionen beteiligten sich nicht nur große Diözesen wie Peking und Shanghai. Auch Gemeinden in weniger zentral gelegenen Gebieten, beispielsweise in der Autonomen Region Ningxia, haben ihren Beitrag geleistet.
In diesem Jahr spendete das Bistum Peking mit der Beteiligung von 24 Pfarreien insgesamt 133.305,92 Yuan (umgerechnet 16.703,23 Euro). Das Bistum Shanghai spendete insgesamt 409.566,42 Yuan (umgerechnet 51.318,67 Euro), wobei sich 18 Pfarreien beteiligten. Das Bistum Ningxia spendete 5.000 Yuan (626,50 Euro).
Die Bistümer Peking, Shanghai, Linfen und Puqi beteiligen sich seit Jahren an der Kollekte und spenden jedes Jahr großzügig. Die Palmsonntagskollekte wird von Bischöfen, Priestern und Laien stets mit großer Spendenbereitschaft angenommen, da sie darin eine Gelegenheit sehen, die gesamte Kirche zu vereinen und Zeugnis für Glauben und Nächstenliebe abzulegen. In jeder Diözese gibt es zahlreiche Priester und Gläubige, die mit stiller Hingabe und Gebet beständig zur Umsetzung der Initiative beitragen, und dabei auch für maximale Transparenz bei der Verwendung der im Laufe der Jahre gesammelten Spenden sorgen.
Die gesammelten Gelder werden von „Jinde Charites“ für Initiativen im Bereich Gesundheitsversorgung und psychologische Betreuung sowie für Wiederaufbaumaßnahmen in Katastrophengebieten in China und im Ausland verwendet.
Laut Informationen, die Fides vorliegen, hat die Initiative bis zum 22. März 2022 Projekte im Umfang von 4,7 Millionen Yuan, umgerechnet über 690.000 Euro, finanziert. Zu den geförderten Projekten gehören auch Hilfsmaßnahmen nach Überschwemmungen und Erdbeben in verschiedenen Regionen Chinas sowie nach dem Erdbeben in Hualien (Taiwan), dem Vulkanausbruch in Guatemala und dem Tsunami in Indonesien im Jahr 2018.
Anlässlich der Corona-Pandemie bis zum 3. März 2021 wurden im Rahmen der Aktion über 30 Millionen Yuan, umgerechnet über 4,5 Millionen Euro, gesammelt, um den am stärksten von der Pandemie betroffenen Gebieten in China und anderen Ländern zu helfen.
Die Verantwortlichen von „Jinde Charities“ wenden sich mit ihrem Spendenaufruf an alle getauften Katholiken und alle Menschen guten Willens: „Wir werden uns auch künftig für karitative Werke einsetzen und gemeinsam eine harmonische Gesellschaft aufbauen“, denn „Jesus sagte: ‚Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.‘“
(NZ) (Fides 2/5/2026)


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