ASIEN/PAKISTAN - Cricket verbindet junge Menschen: Sport, Brüderlichkeit und Mission

Samstag, 31 Oktober 2026

Diocese of Islamabad-Rawalpindi

Islamabad (Fides) – Cricket, der Nationalsport Pakistans, als Mittel der Brüderlichkeit, der Begegnung und der Bildung junger Menschen: Das ist die Bedeutung des siebten Turniers, das in den letzten zwei Monaten in der Diözese Islamabad-Rawalpindi organisiert wurde und am 29. Oktober zu Ende ging. Die Initiative brachte Mannschaften aus verschiedenen Pfarreien und Gemeinden zusammen und bot den jungen Katholiken die Gelegenheit, sich kennenzulernen, ihre Talente zu entfalten und die Bande der Gemeinschaft innerhalb der Ortskirche zu stärken.

Im Finale sicherte sich nach einem hart umkämpften Spiel über neun Overs die Mannschaft von „San Giovanni Paolo II“ den Turniersieg, während das Team von „Nostra Signora di Fatima – Lady of Fatima“ den zweiten Platz belegte. Die Abschlusszeremonie wurde vom Erzbischof von Islamabad-Rawalpindi, Monsignore Joseph Arshad, geleitet, der die Teilnehmer ermutigte und dabei „die Bedeutung von Initiativen“ hervorhob, „die junge Menschen durch Sport, Freundschaft und das Teilen gemeinsamer Werte einbinden“.

Das Ziel des Turniers war nicht nur der Wettkampf: Das Cricketfeld wurde zu einem Ort der Begegnung zwischen Jugendlichen aus verschiedenen Gemeinschaften, die dazu aufgerufen waren, zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu respektieren und sowohl den Sieg als auch die Niederlage gemeinsam zu bewältigen. Disziplin, Geduld, Fairness und Respekt gegenüber dem Gegner waren ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfahrung und zeigten, wie „der Sport zur menschlichen Entwicklung und zur Bildung junger Menschen im Leben der kirchlichen Gemeinschaft beitragen kann“, betonte der Erzbischof.
Monsignore Arshad stellte zudem das Vorhaben vor, eine echte „Cricket-Akademie“ zu gründen, in der junge Katholiken eine angemessene Ausbildung erhalten und nicht nur ihre sportlichen, sondern auch ihre menschlichen Fähigkeiten entwickeln können. Der Erzbischof erinnerte zudem an seine Erfahrungen in Bangladesch, wo er Turniere für Jugendliche gefördert hatte, und betonte, dass „die Kirche zu einem beständigen Engagement zugunsten der neuen Generationen aufgerufen ist, um ein bleibendes Erbe des Glaubens und der Hoffnung zu hinterlassen“.

Das Turnier ist Teil eines größeren Kontextes, in dem die christlichen Gemeinschaften Pakistans im Sport eine konkrete Möglichkeit der Bildung, der Zusammenkunft und des Dialogs erkennen. Das Netzwerk katholischer Bildungseinrichtungen, das in verschiedenen Regionen des Landes präsent ist, bietet in der Tat Gelegenheiten für tägliche Begegnungen auch zwischen Schülern unterschiedlicher Religionen.
In einer Gesellschaft, die von sozialen Gräben und der oft prekären Lage religiöser Minderheiten geprägt ist, werden sportliche Aktivitäten zu Orten, an denen Beziehungen aufgebaut, Vorurteile überwunden und das Zusammenleben erlebt werden können.

Neben den in den Diözesen organisierten Turnieren nutzen auch andere Initiativen Cricket und andere Sportarten, um die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften und die Bildung der Jugendlichen zu fördern.
Die Erfahrung der „Harmony Cricket League“, die in der Region Islamabad-Rawalpindi unter Einbeziehung christlicher Einrichtungen, Gemeinschaften und Vereinigungen auf ökumenischer Ebene ins Leben gerufen wurde, zeigt, wie die Leidenschaft für den Sport das friedliche Zusammenleben und die Harmonie zwischen den Konfessionen fördern kann. Auch in anderen Regionen des Landes zielen die von kirchlichen Einrichtungen organisierten Fußballturniere darauf ab, Führungsqualitäten, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist zu fördern, und sind „ein wirkungsvolles Instrument des Dialogs und des interreligiösen Zusammenlebens“, wie Rabeel Aslam, Leiter der Abteilung für soziale Kommunikation in der Diözese Islamabad-Rawalpindi, gegenüber Fides erklärt.

Für die Kirche in Pakistan wird der Sport zudem zu einem Instrument der Evangelisierung: „Er ist nicht nur eine Aktivität, die man Jugendlichen anbieten kann, sondern eine konkrete Möglichkeit, das Evangelium durch Gastfreundschaft, Dienst, Respekt und Brüderlichkeit zu bezeugen. Auf dem Spielfeld lernen die Jugendlichen, den Wert des anderen anzuerkennen und sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen, die über ihre eigene hinausgeht. Das sind Haltungen, die sie dann auch im Alltag und im Umgang mit Menschen anderer Glaubensrichtungen begleiten“, erklärt Rabeel Aslam.

Der Abschluss des siebten Turniers von Islamabad-Rawalpindi hinterließ somit eine Botschaft, die weit über das sportliche Ergebnis hinausgeht: Die Pokale, Medaillen und Urkunden, die den beiden Finalisten überreicht wurden, würdigten das Engagement der Teilnehmer, doch, wie Aslam betont, „war der wahre Sieg die Möglichkeit, Freundschaften zu festigen, den gegenseitigen Respekt zu fördern und junge Menschen zu ermutigen, ihre Talente in den Dienst des Nächsten zu stellen sowie Werte wie Loyalität, Hingabe, Opferbereitschaft für einen Mitspieler, Respekt, Ehrlichkeit und Solidarität gegenüber dem Gegner zu erleben“.
In dieser Verbindung von Sport, Bildung und christlichem Zeugnis findet die örtliche katholische Gemeinde einen Weg, die neuen Generationen zu begleiten und Bande der Gemeinschaft zu knüpfen.

(PA) (Fides 31/10/2026)


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