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Maumere (Fides) – Mehr als einen Monat nach dem Erdbeben vom 15. August 2026, das die indonesische Insel Flores erschütterte (vgl. Fides, 15.8.2026), ist der Notstand noch nicht beendet. Die Erde bebt weiterhin, wenn auch mit geringerer Intensität. Viele Familien verbringen aus Angst vor einer Rückkehr in ihre Häuser noch immer die Nächte in Zelten.
In der Region Manggarai, die zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehört, haben die Kamillianer rund 20 Dörfer erreicht. Sie verteilten Lebensmittelpakete an etwa 400 Familien und stellten 100 Zelte für Menschen bereit, die ihre Häuser verloren haben oder verlassen mussten. „Unser erster Einsatz galt vor allem den besonders schutzbedürftigen Familien, insbesondere Kindern und älteren Menschen“, berichtet Pater Luigi Galvani MI, Missionar auf der Insel Kupang, gegenüber Fides.
Nun richtet sich der Schwerpunkt auf den Wiederaufbau. „Der Notstand ist mit dem Ende der ersten Hilfsmaßnahmen keineswegs vorbei“, betont der Ordensmann. Die Kamillianer wollen rund 30 Familien beim Bau einfacher, aber sichererer Unterkünfte unterstützen, die die Zelte und provisorischen Hütten ersetzen sollen. Geplant sind 30 Häuser mit einer Größe von etwa 3 x 5 oder 4 x 6 Metern. Sie sollen aus Ziegeln, Zement und Sand errichtet und mit Blechdächern versehen werden.
Auch die Schulen leiden weiterhin unter den Folgen des Erdbebens. Zahlreiche Einrichtungen sind noch geschlossen. In einigen Dörfern wurden Zelte zu provisorischen Klassenräumen umfunktioniert. In Ruteng, dem am stärksten betroffenen Gebiet, wurde das Krankenhaus als unsicher eingestuft. Kranke und Verletzte werden deshalb in einer behelfsmäßigen, in Zelten eingerichteten Einrichtung versorgt.
„Der Weg des Wiederaufbaus wird lang und anspruchsvoll sein“, sagt Pater Galvani. Dennoch blickten die Menschen auf Flores weiterhin mit der Kraft ihres Glaubens und im Vertrauen auf die Solidarität all jener nach vorn, die bereit seien, ihr Leid mit ihnen zu teilen.
Die Kamillianer wollen die betroffenen Familien weiterhin begleiten und sie beim Aufbau ihrer Häuser und ihres Gemeinschaftslebens unterstützen. „Jeder gespendete Ziegelstein, jedes Zelt, jedes Lebensmittelpaket und jede Geste der Solidarität“ könne dazu beitragen, so Pater Galvani abschließend, „ein neues Wunder missionarischer Nächstenliebe“ möglich zu machen.
(AP/LG) (Fides, 24/9/2026)
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