Archdiocese of Cotabato
Cotabato (Fides) – Für sein Engagements für Dialog, Vermittlung zwischen Regierung und Rebellengruppen, den Aufbau von Harmonie zwischen den Religionen und den Frieden in Mindanao wurde Kardinal Orlando B. Quevedo von den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) und emeritierter Erzbischof von Cotabato, der Diözese auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen, am 15. Juli in Jakarta, Indonesien, mit dem „Harmony in Diversity Award“ ausgezeichnet. Dieser Preis „würdigt das Streben nach sozialer Harmonie und zielt darauf ab, die Wirkung der Förderung des sozialen Zusammenhalts in Südostasien zu fördern“.
Der 87-jährige emeritierte Erzbischof von Cotabato wurde von der Übergangsbehörde der mehrheitlich muslimischen Autonomen Region Bangsamoro nominiert, da er sich „außerordentlich für die Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Harmonie zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen in Südostasien eingesetzt“ hat.
Die Jury habe das Engagement des Kardinals für die Werte gewürdigt, die dem „Harmony in Diversity Award“ zugrunde liegen: die Förderung des Verständnisses über Unterschiede hinweg, den Brückenbau zwischen Gemeinschaften und die Stärkung eines Geistes des gegenseitigen Respekts und der Inklusion, so die Juryvorsitzende Halimah Yacob, die erste weibliche Parlamentspräsidentin Singapurs und derzeitige Kanzlerin der „Singapore University of Social Sciences“.
Die „Harmony in Diversity Award Foundation“ wies darauf hin, dass der Index für sozialen Zusammenhalt in Südostasien laut der Studie „Southeast Asian Social Cohesion Radar 2025“ der „S. Rajaratnam School of International Studies“ durchschnittlich 72,4 % beträgt. Dies deute auf ein wachsendes Bewusstsein für das Konzept der „Harmonie in Vielfalt“ in den Ländern der Region hin – genau das, was auch der Zielsetzung des Preises entspricht.
„In unsicheren Zeiten dürfen wir nicht den Mut verlieren. Wir müssen weiterhin Brücken bauen und gemeinsam voranschreiten. Der ‚Harmony in Diversity Award‘ würdigt diejenigen, die sich dafür einsetzen, Gräben zu überbrücken und den sozialen Zusammenhalt und die Harmonie in Südostasien zu fördern sowie weitere Initiativen anzuregen“, sagte Yacob und dankte der „Temasek Foundation“ (einer der führenden „non-profit“- Organisationen Singapurs) und dem „5P Global Movement“ (einer gemeinnützigen Bewegung, die von den Prinzipien der UN-Agenda 2030 inspiriert ist), die den „Harmony in Diversity Award“ unterstützen.
Kardinal Orlando Quevedo war Rektor der „University of Notre Dame“ in Cotabato, von 1980 bis 1986 Bischof von Kidapawan, von 1986 bis 1998 Erzbischof von Nueva Segovia und Erzbischof von Cotabato von 1998 bis 2018, dem Jahr, in dem ihn Papst Franziskus zum Kardinal ernannte.
Als Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der Philippinen während zweier Amtszeiten (1999 bis 2005) – in einer Zeit des bewaffneten Konflikts in Mindanao – setzte er sich konsequent für Vermittlung und Friedensgespräche ein. Er gehörte zu den Architekten und Förderern des Bangsamoro-Abkommens zwischen der Regierung und der „Moro Islamic Liberation Front“ (MILF), das im März 2014 unterzeichnet wurde, sowie des Gesetzes zur Gründung der Autonomen Region Bangsamoro im muslimischen Teil Mindanaos (Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao, BARMM), das im Juli 2018 verabschiedet und im Januar 2019 ratifiziert wurde. Im Anschluss daran wurde die Bangsamoro-Übergangsbehörde gegründet. Laut Zeitplan sollen die ersten Parlamentswahlen der BARMM – die immer wieder verschoben wurden – am 14. September 2026 stattfinden.
(PA) (Fides 10/7/2026)