AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Erzbischof von Berbérati zur Übergabe des Palliums: “Alle Ehre in der Kirche dient dem Dienst

Donnerstag, 2 Juli 2026

SMA

Rom (Fides) – Unter den 35 Metropolitan-Erzbischöfen, die im Laufe des Jahres ernannt wurden und denen am 29. Juni im Petersdom in Rom von Papst Leo XIV. das Pallium übergeben wurde, befindet sich auch der neu ernannte Erzbischof des Erzbistums Berbérati in der Zentralafrikanischen Republik, Dennis Kofi Agbenyadzi von der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA). Am darauffolgenden Tag, dem 30. Juni, zelebrierte der aus Ghana stammende Erzbischof gemeinsam mit den Mitgliedern seiner Ordensfamilie im Generalat der Gesellschaft der Afrikamissionen in Rom.
In seiner Predigt blickte der Prälat auf seinen Weg seit seiner Bischofsweihe zurück und sprach von Momenten, in denen er einfach nur sagen musste: „Ja, Herr, du weißt es“, ohne zu verstehen, warum er an einen bestimmten Ort geführt oder einer bestimmten Prüfung unterzogen worden war. Er beschrieb diese Momente nicht als Verlassenheit, sondern als „göttliche Überraschung“ und ständige Gegenwart Gottes, selbst – vielleicht gerade – in Gottes Schweigen. „Manchmal ist Gottes Schweigen die Antwort auf unsere Gebete“, bekräftigte er und bat die Gemeinde, um die Gnade zu beten, dieses Schweigen sprechen zu lassen.
Erzbischof Agbenyadzi, ghanaischer Herkunft, wandte sich anschließend der leidenden Kirche in seinem geliebten Heimatland, der Zentralafrikanischen Republik, zu. Er bat um Gebete für Pater Crépin Martial Monga, den jungen Priester, der am Abend des 29. Juni 2026 vor seinem Pfarrhaus in der Zentralafrikanischen Republik getötet wurde (vgl. Fides 1/7/2026), sowie für den dortigen Bischof, die Gläubigen und die Angehörigen des Ermordeten. „Es ist ein schmerzlicher Moment für die ganze Kirche“, sagte er, „während wir versuchen, unser Leben in den Dienst anderer zu stellen.“ Der Erzbischof rief die versammelte Gemeinde dazu auf, sich nicht von Panik und Angst beherrschen zu lassen, sondern jeden Tag als Segen und Zeichen der ständigen Gegenwart des Herrn zu begrüßen. Abschließend bat er die Anwesenden, ihm zu helfen, „inmitten aller Stürme des Lebens“ standhaft zu bleiben, und vertraute alle, die ihn um Gebete gebeten hatten, der Fürsorge des Herrn an.
„Alle Ehre in der Kirche dient dem Dienst“, so der Prälat zur Übergabe des Palliums und bekräftigte damit sein Vertrauen, seine Demut und seine Solidarität mit der leidenden Kirche. Das Pallium ist ein liturgisches Zeichen, eine Schärpe aus Wolle, die die Verbundenheit des Metropolitan-Erzbischofs mit dem Heiligen Stuhl und den Auftrag, die Herde zu hüten, symbolisiert, wie Christus, „der gute Hirte“, die Kirche hütet.
(AP) (Fides 2/7/2026)

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