Rom (Fides) – Das menschliche Herz, von Gott als „unruhig“ geschaffen und von Augustinus beschrieben, und die Sehnsucht nach Frieden, die in Zeiten „anhaltender Kriege“ die Völker bewegt; das Verlangen als Bezugspunkt für die Annäherung an die Verheißungen des Evangeliums und das Schicksal menschlicher Sehnsüchte angesichts der Möglichkeiten und Manipulationen der Künstlichen Intelligenz. Das Thema einer fakultätsübergreifenden Konferenz zum Thema „Die Zukunft der Sehnsucht: Zwischen Geschichte und Transzendenz“, die am Mittwoch, dem 22. April, von 8:30 bis 12:30 Uhr stattfindet, ist voller Anregungen eröffnet viele verschiedene Wege, die es zu beschreiten gilt.
Der erste Vortrag von Theologieprofessor Antonio Landi deutet bereits im Titel („Und das Verlangen Gottes ist Mensch geworden. Verlangen als christologische Kategorie in den Evangelien“) auf die enge Verflechtung des Verlangens Gottes und des Verlangens des Menschen mit dem Geheimnis der Menschwerdung. Der Patrologe Armando Genovese zeichnet im zweiten Vortrag „Das unruhige Herz: Eine Reise ins Verlangen nach Augustinus“ die Wege des heiligen Bischofs von Hippo nach, der, indem er dem Verlangen seines Herzens folgte und auf es hörte, der Gnade Christi begegnete. Der dritte Vortrag von Religionstheologe Carmelo Dotolo mit dem Titel „Sehnsucht nach Frieden. Für einen schöpferischen Lebensstil“ beleuchtet den gemeinsamen Friedenswunsch als Quelle friedlichen Zusammenlebens verschiedener Völker und als Mittel des Widerstands gegen die Folgen permanenter Konflikte.
Nach der Debatte präsentiert Philosophieprofessor Adrian Ndreca seinen Vortrag „Die explorative Distanz des Verlangens als Raum der Begegnung. Für eine Phänomenologie der Unvollständigkeit“. Giambattista Formica, Professor für Geschichte der zeitgenössischen Philosophie, befasst sich in seinem Vortrag „Erkenne dich selbst: Das Verlangen und die Interaktion mit KI“ mit den Unsicherheiten rund um die Dynamik des Verlangens im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Die Teilnahme an der Konferenz ist über die virtuelle Plattform Zoom möglich (Informationen und Link enthält das Veranstaltungsplakat im Anhang).
(EG) (Fides 21/4/2026)