ASIEN/NEPAL - Apostolischer Administrator nach der Wahl: “Das Land erlebt einen Neuanfang”

Donnerstag, 12 März 2026

Kathmandu (Fides) – „Die Lage in Nepal nach den Wahlen ist ruhig. Die Menschen haben ihre Stimme abgegeben und mit überwältigender Mehrheit Balendra Shah und seiner Partei, der „Rastriya Swatantra“-Partei (RSP), ihr Vertrauen ausgesprochen. Wir erleben eine Atmosphäre der Hoffnung und des Wandels. Die Menschen denken: Wir stehen am Anfang einer neuen Phase“, so Pfarrer Silas Bogati, Apostolischer Administrator des Vikariats Nepal, gegenüber Fides.
Bei den Parlamentswahlen vom 5. März in Nepal ergaben die Teilergebnisse einen Sieg für die Rastriya Swatantra Partei (RSP, die „Unabhängige Nationale Partei“) unter der Führung von Balendra Shah. Die Partei gewann in 52 der 75 Wahlkreise. Insgesamt wurden 275 Sitze vergeben, davon 165 über ein Direktmandat mit Mehrheitswahlrecht und weitere 110 nach dem Verhältniswahlrecht. Die Ergebnisse dieser Wahlkreise stehen noch aus.
Balendra Shah, ein 35-jähriger Ingenieur, erlangte als Rapper Bekanntheit mit Texten, die Themen wie Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption ansprechen. 2022 beschloss er, eine politische Karriere einzuschlagen und wurde zum Bürgermeister von Kathmandu gewählt. Nach den Protesten der Generation Z im September 2025 kandidierte er gegen den amtierenden Premierminister Sharma Oli in dessen Wahlkreis und gewann die Wahl deutlich.
„Die Wahl hat gezeigt, dass die alten Parteien an Unterstützung verloren haben, während neue Parteien wie die RSP, insbesondere unter ihrem Vorsitzenden Balendra, sich durchgesetzt haben“, bemerkt Pfarrer Bogati, „Die Bürger setzen große Hoffnungen in ihn und glauben, dass Balendra bessere Zeiten bringen wird, geprägt von Entwicklung und Wohlstand.“
Nach der Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse, werden das neue Parlament und die neue Regierung gebildet, was Beobachtern zufolge bis Ende März geschehen wird.
Pfarrer Bogati fügt hinzu: „Die Stimmung in der Bevölkerung ist sehr optimistisch und die Erwartungen sind groß. Andererseits bedeutet dies auch eine große Verantwortung für die neuen Führungskräfte. Wir beten, dass der Herr sie erleuchte und dass sie zum Wohle aller im Land wirken.“
(Fides 12/3/2026)


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