NAHER UND MITTLERER OSTEN - "Religions for peace" fordert umgehende Einstellung der Feindseligkeiten und Achtung von Menschenwürde und Völkerrecht

Donnerstag, 5 März 2026

Religions for Peace

New York (Fides) – „Möge dieser Moment einen Wendepunkt darstellen: vom anhaltenden Leiden zur Heilung, von der Angst zur Hoffnung, von der Straflosigkeit zur Verantwortung, die auf Gerechtigkeit und Recht basiert“, heißt es in einem Appell der internationale Organisation „Religions for Peace“, die angesichts des Krieges im Nahen Osten „die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Rückkehr zu einer Verhandlungslösung aller Streitigkeiten“ fordert. „Die anhaltenden Vergeltungsmaßnahmen“, so die Organisation, „werden das Leiden der Zivilbevölkerung nur noch verschlimmern und die Region weiter destabilisieren. Dauerhafte Sicherheit kann nicht durch eine militärische Eskalation erreicht werden, sondern erfordert kontinuierliche diplomatische Bemühungen auf der Grundlage des Völkerrechts.“
Im Namen der Gläubigen verschiedener Religionen weltweit, vereint durch ihr Streben nach Frieden, äußert sich „Religions for Peace“ vom Hauptsitz in New York aus zum dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der Ausweitung des Krieges auf die Region. „Schweigen ist angesichts dieses Leids keine Option. Als religiöse Führer und gläubige Menschen bekräftigen wir den heiligen Wert jedes menschlichen Lebens und unser unerschütterliches Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung”, heißt es in der Verlautbarung.
„Mit großer Trauer und tiefer Besorgnis beobachten wir die Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten. Wir bekunden unsere Solidarität mit den Menschen in der Region, die unter den aktuellen Feindseligkeiten leiden: Die Welt muss vor allem ihrem Wohlergehen und der Achtung der Menschenrechte, der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit Vorrang einräumen“, heißt es in einer von Generalsekretär Francis Kuria unterzeichneten Erklärung.
„Die Achtung der Menschenwürde und des Rechts auf Leben muss das wichtigste Kriterium sein, anhand dessen jedes internationale Engagement bewertet wird“, so die Nichtregierungsorganisation, „Es handelt sich dabei nicht um Zugeständnisse, sondern um grundlegende Säulen, die nicht zugunsten strategischer oder militärischer Vorteile kompromittiert werden dürfen. Wenn wir die Würde des Einzelnen nicht in den Mittelpunkt stellen, untergraben wir die moralische Autorität der Gesetze, die uns alle schützen sollten, und lassen die Schwächsten die unvorstellbaren Kosten des Krieges tragen.“
Die Organisation bekräftigt die Dringlichkeit der Einhaltung des Völkerrechts: „Die Achtung der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit muss mit glaubwürdigen und unparteiischen Prozessen einhergehen, die sich mit den gravierenden Herausforderungen befassen, die Fragen wie den Frieden und die Sicherheit aller sowie die legitimen Bedürfnisse aller Gemeinschaften in der Region betreffen.“ „Die jüngsten Maßnahmen außerhalb multilateraler Rahmenwerke schwächen die internationale Ordnung, die auf Regeln zum Schutz der Souveränität und Sicherheit aller Nationen basiert“, stellt sie fest.
Darüber hinaus sei es unerlässlich, „einen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten“. „Alle am aktuellen Konflikt beteiligten Parteien müssen außerdem sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage im Nahen Osten nicht verschlechtert. Wir fordern alle Parteien, unabhängig von ihrem politischen oder militärischen Status, auf, einen ungehinderten, sicheren und dauerhaften Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Wir bekräftigen, dass der Schutz des Lebens von Zivilisten und der Menschenwürde für alle derzeit in der Region tätigen Akteure weiterhin Priorität haben muss“, heißt es in dem Appell abschließend.
(PA) (Fides 5/3/2026)


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