Kapstadt (Fides) – Eine Erhöhung der Alkoholpreise soll den gesellschaftlichen Schaden durch Alkoholmissbrauch verringern. Dies ist das Ziel des Marsches, der heute, am 18. Februar, vor dem südafrikanischen Parlament in Kapstadt stattfindet. Die Veranstaltung wird von dem Aktionsbündnis „Southern African Alcohol Policy Alliance-South Africa“ (SAAPA-SA) organisiert, einer Organisation, die seit Langem die Kampagne „The True Costs of Alcohol“ durchführt, in deren Rahmen auf die sozialen und wirtschaftlichen Schäden des Alkoholmissbrauchs, insbesondere unter jungen Menschen, hingewiesen wird.
„Der Marsch zielt darauf ab, eine Erhöhung der Alkoholsteuern zu fordern, da dies nachweislich eine Maßnahme zur Reduzierung des schädlichen Alkoholkonsums ist, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen“, sagte Nomcebo Dlamini von SAAPA-SA. „Alkohol insbesondere Bier wird in Südafrika kostet in den meisten unserer Gemeinden weniger als Brot, weshalb er leicht erhältlich ist“, betonte Dlamini.
Laut Weltgesundheitsorganisation sterben in Südafrika täglich 100 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch, was etwa 37.000 Todesfällen pro Jahr entspricht. Alkohol trägt zudem maßgeblich zu Gewalt bei, darunter häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe, in einem Land, in dem 36 % der Frauen im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt erleben.
Neben den sozialen Kosten gibt es auch wirtschaftliche: Während der Alkoholsektor floriert, trägt die Gesamtwirtschaft die Folgekosten von Gewalt, Traumata, tödlichen Verkehrsunfällen und der Belastung des Gesundheitssystems. Die gesamten wirtschaftlichen Auswirkungen belaufen sich nach Schätzungen auf etwa 800 Milliarden Rand (über 42 Milliarden Euro).
(L.M.) (Fides 18/2/2026)