ASIEN/KAMBODSCHA - "Die Spannungen mit Thailand halten an, während der Konflikt in den sozialen Medien ausgetragen wird“

Mittwoch, 4 Februar 2026

Caritas Cambodia

Phnom Penh (Fides) – „In Kambodscha gibt es immer noch Tausende von Flüchtlingen, die Menschen in den Provinzen an der Grenze zu Thailand leben in Unsicherheit und Not. Die gegenseitige Spannung und Feindseligkeit ist immer spürbar, das merkt man daran, wie die beteiligten Parteien miteinander umgehen. Aber jetzt hat sich der eigentliche Kampf verlagert und tobt in den sozialen Medien“, berichtet Pater Paul Chatsirey Roeung, ein thailändischer Missionar, der in Kambodscha im Apostolischen Vikariat Phnom Penh lebt und arbeitet, gegenüber Fides. Der Ordensmann, der der „Thai Mission Society“ angehört und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Kambodscha und Laos ist, fungiert als Brücke zwischen den beiden Ländern, da er aufgrund seiner pastoralen Verpflichtungen häufig zwischen Thailand und Kambodscha pendelt, den beiden Ländern, die 2025 von einem Grenzkrieg betroffen waren.
Der Missionar erklärt: „Die Grenze zwischen Thailand und Kambodscha ist noch geschlossen. Wir können nur mit dem Flugzeug reisen, während die Buslinie über Laos führen muss. Die Beziehungen sind angespannt, und es findet auch eine Auseinandersetzung auf diplomatischer Ebene statt, um den Medien und der internationalen Gemeinschaft die jeweils eigene Version der Ereignisse darzulegen.”
Was die Entwicklung des Konflikts und die Aussichten angeht, erklärt Pater Chatsirey Roeung, „müssen wir das Ergebnis der Wahlen in Thailand abwarten“, die für den 8. Februar vorgesehen sind . „Wir werden sehen, wie die Regierung aussehen wird und ob mit der neuen Exekutive in Bangkok konkrete Schritte unternommen werden können, um die Spannungen abzubauen, den Dialog und den Frieden zu fördern und normale Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern wiederherzustellen“ .
Unterdessen hat das kambodschanische Innenministerium bekannt gegeben, dass etwa 500.000 Menschen, also 80 % der 640.000 Binnenflüchtlinge, wieder in ihre Gemeinden zurückgekehrt sind oder zurückkehren, während über 100.000 Binnenflüchtlinge sich noch immer in Flüchtlingslagern befinden.
Caritas Kambodscha unterstützt weiterhin Tausende von Vertriebenenfamilien, die vor allem in Pagoden, buddhistischen Tempelanlagen oder Schulen Zuflucht gefunden haben. Dank des Einsatzes der Caritas-Mitarbeiter werden Lebensmittel und Hilfsgüter an vertriebene Familien in den Grenzprovinzen Preah Vihear, Siem Reap, Odor Meanchey und Banteay Meanchey verteilt.
(PA) (Fides 4/2/2026)


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