AFRIKA/NIGERIA - Bischof von Pankahin: “Man muss Vertriebenen die Rückkehr ermöglichen“

Montag, 4 März 2024 vertriebene   gewalt   bischöfe  

Abuja (Fides) - "Die Regierung muss eingreifen und den Vertriebenen helfen, in ihre Häuser zurückzukehren", so Bischof Michael Gobal Gokum von Pankshin im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau in seiner Predigt am Sonntag, 3. März. "Wie wir alle wissen, waren die Gemeinden in Plateau in der jüngsten Vergangenheit Ziel einer Reihe von Angriffen, die eine wachsende humanitäre Krise im Bundesstaat verursacht haben", betont er.
Infolge der Gewalt seien viele Menschen geflohen, was bedeutet, dass diecBewohner anderswo Zuflucht gefunden haben", betonte Bischof Gokum, der im Namen der Vertriebenen einen Aufruf startete. "Ich nutze dieses Medium, um die Bundesregierung aufzufordern, diesen Menschen, die sich in keiner einfachen Situation befinden, dringend zu helfen", bekräftigt er.

Der Bischof fügte hinzu: "Aus meinen Kontakten mit vielen von ihnen weiß ich, dass sie unbedingt in ihre Häuser zurückkehren wollen, daher sollte die Regierung Maßnahmen beschleunigen, um ihnen die Rückkehr in ihre ursprünglichen Häuser zu ermöglichen“.
Im nigerianischen Bundesstaat Plateau wurden zwischen dem 23. und 26. Dezember bei koordinierten Angriffen auf etwa 20 Dörfer etwa 200 Menschen getötet und weitere 500 verletzt, während mindestens 200 Familien gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen und in Lagern für Vertriebene unterzukommen (vgl. Fides 2/1/2024).

Die jüngsten Gewalttaten im Bundesstaat Plateau wurden in Mangu, Bokkos und Barkin Ladi verübt, wobei mehrere Menschen getötet und Dutzende vertrieben wurden. Unter den Opfern ist auch ein ehemaliges Mitglied des Parlaments von Plateau. Eshandelt sich um Sunday Malo Muchen, der am 28. Februar aus seinem Haus in Bokkos entführt und am 2. März tot aufgefunden wurde.

Nach den jüngsten Zahlen der Regierung sind im Bundesstaat Plateau über 200.000 Menschen von der Gewalt betroffen. Davon sind über 34.000 Vertriebene, die in Notunterkünften leben, darunter auch in religiösen Einrichtungen und Schulen.
(L.M.) (Fides 4/3/2024)


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