AFRIKA/KENIA - COVID-19: Präsident Kenyatta ruft landesweiten Gebetstag aus

Freitag, 20 März 2020   gebet  


Nairobi (Fides) - “Wir dürfen nicht die Notwendigkeit vergessen, uns an Gott zu wenden", so der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta, der für Samstag, den 21. März, einen nationalen Gebetstag ausrief, um den göttlichen Schutz vor COVID-19, der durch das neue Coronavirus verursachten Krankheit, zu bitten. In Kenia wurde unterdessen ein vierter Fall bestätigt.
„Unter diesen Umständen haben wir uns, wie wir es in der Vergangenheit als Nation getan haben, immer zuerst an Gott gewandt, vor allem um für die verschiedenen Gaben zu danken, die er unserer Nation geschenkt hat. Wir wenden uns aber auch an Gott, um unsere Ängste und Befürchtungen zu teilen und seine Führung und seinen Schutz zu suchen, der immer bei uns ist", so Präsident Kenyatta in seiner Erklärung. "Wir haben im Laufe der Zeit gelernt, dass wir uns an Gott wenden in Zeiten wie diesen und das gibt uns nicht nur Trost, sondern auch Hoffnung und Kraft, um die Herausforderungen zu bewältigen, die für uns Menschen manchmal unüberwindbar erscheinen können."
Der Gebetstag am morgigen Samsta, so der Präsident, der selbst Katholik ist, "wird ab Samstag um 12.00 Uhr von einem Team von Religionsvertretern von meiner Residenz aus geleitet werden".
An dem Gebetstreffen im “State House” sollen im Einklang mit der Richtlinie zur Vermeidung von Versammlungen nur wenige Kirchenvertreter teilnehmen. Das Staatsoberhaupt ermutigt alle die Kenianer, sich dem landesweiten Gebet anzuschließen, wo immer sie sind, und fordert die lokalen Medien auf, das Gebet zu übertragen, um allen Gelegenheit zu geben, von zu Hause aus teilzunehmen.
Unterdesseen brachten auch die katholische Bildungseinrichtungen der Landes gemäß den Anordungen der Zivilbehörden Maßnahmen auf den Weg, um die Ausbreitung des Coronaviruszu begrenzen. Dazu gehören die Katholische Universität von Ostafrika (CUEA) und das Tangaza University College (TUC) in Nairobi. Beide Einrichtungen haben die Unterrichtstätigkeit ausgesetzt und durch Online-Vorlesungen ersetzt.
Inzwischen hat Kenia auch der Bitte der Afrikanischen Union und der Weltgesundheitsorganisation Folge geleistet, ein Afrikanisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (Africa CDC) einzurichten. China hat angeboten, den Hauptsitz des neuen Instituts zu finanzieren, das Kenia zum regionalen und kontinentalen Zentrum für medizinische Forschung und die Bekämpfung von Infektionen und Pandemien machen wird.
(L.M.) (Fides 20/3/2020)


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