ASIEN/PAKISTAN - Paul Bhatti: „Verfahren zur Anerkennung des Märtyrertods von Shahbaz Bhatti wird wieder aufgenommen“

Samstag, 30 November 2019 märtyrer   menschenrechte   evangelisierung    

Islamabad (Fides) - "In der Diözese Islamabad zieht man ein Verfahren zur Anerkennung des Märtyrertods von Shahbaz Bhatti erneut in Betracht. Bereits vor einigen Jahren hatte die Sammlung von Zeugnissen unter Bischof Rufin Anthony begonnen, damit das Verfahren auf Ebene der Diözese eröffnet werden kann. Durch den vorzeitigen Tod des Bischofs kam es zu einer angemessenen Wartezeit, und mit dem neuen Bischof Joseph Arshad wird die Sammlung von Zeugenaussagen wieder aufgenommen: in Pakistan wünschen sich die Gläubigen von ganzem Herzen, dass Shahbaz Bhatti bald von der Kirche als Märtyrer des Glaubens anerkannt wir", so Paul Bhatti, der Bruder des katholischen Ministers, der am 2. März 2011 in Islamabad von Terroristen ermordet wurde. Paul Bhatti folgt seinem Bruder im Amt als Minister für Harmonie in Pakistan und ist heute noch Präsident der von Shahbaz Bhatti gegründeten "All Pakistan Minorities Alliance" und leitet die "Shahbaz Foundation" die Arbeit des ermordeten Ministers in der heutigen Welt fortführen will.
"Ich habe in der Diözese eine große Verfügbarkeit festgestellt, wenn es darum geht, die Arbeit zur Sammlung von Zeugenaussagen zugunsten von Shahbaz fortzusetzen. Nun muss ein spezielles Komitee eingerichtet werden, um alles Material zu sammeln und zu ordnen: Christen und Nichtchristen berichten von seinem Engagement, seinem geradezu apostolischen Engagement, seinem tiefen Glauben, seiner Nächstenliebe, die Gabe, die er durch die Gnade Gottes hatte, anderen Hoffnung zu machen", so Paul Bhatti weiter.
"Viele erinnern daran, dass sie Shahbaz angefleht hatten, ins Ausland zu gehen und sich in Sicherheit zu bringen, nachdem er bedroht wurde“, so Paul Bhatti abschließend, „Aber mein Bruder hätte sein Volk nie im Stich gelassen, besonders die schutzlosesten und verletzlichsten Menschen. Er hatte keine persönlichen Ambitionen, sondern nur einen ein tiefes Verlangen nach dem Guten, das durch das Gebet und eine tief verwurzelte Beziehung zu Gott beständig gestärkt wurde, aus der sich auch seine Liebe zu den Mitmenschen, ohne Unterschied, speiste. Shahbaz war ein Keim des Friedens, des Dialogs und der Versöhnung für Pakistan: Er war ein authentischer Zeuge des Glaubens, den Gott unserem Land geben wollte. Unsere Hoffnung und unser Engagement leben weiter: Wir werden alles tun, um zu dem Verfahren beizutragen, das, wenn Gott es will, die zur Anerkennung des Martyrium von Shahbaz durch die Weltkirche führen wird".
(PA) (Fides 30/11/2019)


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