ASIEN/INDIEN - Bündnis der Religionsgemeinschaften gegen Misshandlung von Kindern

Samstag, 9 September 2017 kindheit   menschenrechte   gewalt   frauen  

globalsistersreport.org

Ranchi (Fides) – Im indischen Unionsstaat Jharkhand wurde eine Niederlassung der “Aktionsgruppe gegen Misshandlung von Kindern” gegründet, die einem Netzwerk angehört, das bereits in verschiedenen Ländern in Südasien aktiv ist (Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Indien, Maldiven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka) und künftig mit anderen Organisationen zusammenarbeiten wird, die sich für die Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder und Frauen einsetzen. Der Aktionsgruppe gehören Hilfswerke der Vereinten Nationen, Vertreter verschiedener Religionen, Nichtregierungsorganisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft an. In Indien schließen sich auch viele christliche Gemeinden der Initiative an, die über die Rechte und die Pflichten aller Bürger beim Schutz von Kindern vor Misshandlung aufklären will.
“Indien hat die Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder und deren Ausschluss und Ausbeutung auf der nationalen Agenda: wir hoffen, dass diese Initiative ein Bewusstsein dafür in der Gesellschaft entstehen lässt”, so Schwester Sophia Baxla aus Patna, die der Aktionsgruppe angehört.
Insbesondere christliche Gemeinden denken darüber nach, welche Rolle den Religionsvertretern bei der Beendigung von Gewalt gegen Kinder zukommt. “Zu den Zielen gehört es, Netzwerke entstehen zu lassen und ein Bündnis zwischen den Gemeinden der verschiedenen Religionen auf den Weg zu bringen, wenn es um die Vorbeugung gegen die Misshandlung von Kindern geht. Es geht darum einen gemeinsamen Ansatz zu verfolgen, und so zur Konsolidierung staatlicher und gemeinschaftlicher Schutzmechanismen auf allen Ebenen beizutragen”, so Schwester Manbendra Nath Mondal, Vorsitzende der Organisation in Südasien. “Ein Bündnis, das auf dem Glauben gründet kann wertvoll sein, wenn es darum geht ein Bewusstsein entstehen zu lassen und eine Zustimmung auf breiter Ebene zu fördern“, so die Ordensfrau.
“Unsere Glaubenstraditionen verfolgen eine ganzheitliche Vision vom Leben eines Kindes und versuchen alle Rechte der Kinder im Kontext der Familie und der Gemeinden und im Allgemeinen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu schützen. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder diese Rechte in Anspruch nehmen können insbesondere, wenn es um Bildung, Gesundheit und Entwicklung geht“, so Saryu Rai, Minister der Regierung des Staates Gujarat.
Religionsgemeinschaft gehören zu den größten und am besten organisierten Komponenten der Zivilgesellschaft in ganz Indien und Religionsvertreter haben einen beachtlichen Einfluss: deshalb könnte ein Bündnis der Religionsgemeinschaften einen Wandel herbeiführen.
(SD-PA) (Fides 8/9/2017)


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