ASIEN/MYANMAR - Islamische Organisation beklagt Menschenrechtsverstöße gegen Rohingya

Samstag, 5 August 2017

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Naypyidaw (Fides) – Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OCI) fordert die birmanische Regierung zur Achtung der Menschenrechte gegenüber der islamischen Minderheit der Rohingya auf. Der Vorsitzende der Organisation beklagte im Rahmen eines Besuchs in Dacca (Bangladesch) die katastrophale Situation der Rohingya, die von der birmanischen Regierung und buddhistischen Extremisten diskriminiert wird. “Birmanien darf die Rechte der Rohingya nicht länger ignorieren”, heißt es in einer Verlautbarung des OCI-Vorsizenden. Der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, die eine gemeinsame Lösung des Problems der Verfolgung der Rohingya durch Myamar, Bangladesch, Indonesien und Malaysia fordert, gehören insgesamt 57 muslimische Länder an. Die birmanische Regierung ließ erst in den vergangenen Tagen eine Moschee und eine muslimische Schule im Osten des Landes schließen. Angeblich hatten die Einrichtungen nicht die notwendige Genehmigung der Regierung zur Ausübung ihrer Aktivitäten- Seit 1992 erkennt die Regierung die Rohingya nicht als Staatbürger an. Sie werden als Zuwanderer betrachten und leben in Flüchtlingscamps im Westen des Landes oder suchen Zuflucht in Nachbarländern. Rund eine Million Rohingya gelten noch heute als ethnische, linguistische und religiöse Minderheit.
(AP) (Fides 5/8/2017)


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