AMERIKA/HONDURAS - Zahl der aus den USA ausgewiesenen Migranten steigt um 30% im Vergleich zum Vorjahr

Freitag, 7 April 2017

Tegucigalpa (Fides) – Etwas mehr als 5.000 Arbeitsemigranten aus Honduras wurden seit Anfang des Jahres aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen. Während der ersten drei Monate des Vorjahres (2016) waren es 3.770. Wie der Nachrichtendienst “Fides Digital” der Erzdiözese Tegucigalpa mitteilt, bestätigt die Leiterin des Büros für Mobilität, Schwester Isabel Arantes, dass die Zahl der aus den USA ausgewiesenen Mitbürger damit im Vergleich zu 2016 um ein Drittel angestiegen ist.
Nach Ansicht der Ordensschwester liegt die Ursache dafür bei der Migrationspolitik der Vereinigten Staaten. In diesem Zusammenhang bittet die Migrationsbeauftragte der Erzdiözese Tegucigalpa die Behörden des Landes um mehr Unterstützung für illegale Auswanderer, die sich noch in den USA aufhalten. “Rückkehrer müssen besser behandelt werden und wenn möglich Chancen auf einen Arbeitsplatz erhalten”, so Schwester Isabel.
Zu diesem Zweck wurde in der Hauptstadt die UMAR “Unidad Municipal de Atención al Migrante Retornado” (UMAR) eingerichtet, dass Familien betreut, die aus den USA zurückkehren. In den staatlichen Büros die es bereits auch in San Pedro Sula gibt und die auch in Choloma, La Ceiba und Tocoa eingerichtet werden sollen, arbeiten auch kirchliche Pastoralarbeiter mit. Sie bieten psychologische, soziale und medizinische Betreuung und berufliche Fortbildungsmöglichkeiten anbieten.
(CE) (Fides, 07/04/2017)


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