ASIEN/PAKISTAN - Christliche Kinder als „Apostel und Missionare“ zwischen Diskriminierung und Armut

Mittwoch, 16 September 2026

Diocese of Islamabad-Rawalpindi

Islamabad (Fides) – In einem nationalen Kontext, in dem Kinder mit gravierenden Schwierigkeiten wie Diskriminierung, Ausbeutung durch Kinderarbeit, Missbrauch und verweigerten Bildungsrechten konfrontiert sind, sind katholische Kinder dazu aufgerufen, „kleine Apostel und kleine Missionare zu sein und anderen die Liebe, die Freude und die Botschaft Christi zu bringen“: betonte Erzbischof Dr. Joseph Arshad, Erzbischof von Islamabad-Rawalpindi, bei einem Treffen in den vergangenen Tagen mit den Kindern, die dank des Engagements von Pater Farooq Ghafoor, dem Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke, vom Päpstlichen Werk der Heiligen Kindheit (Kindermissionswerk) der Diözese Islamabad-Rawalpindi versammelt worden waren. Das Treffen, das unter dem Motto „Kinder, die anderen Kindern helfen“ stand, brachte Kinder, Lehrer, Ordensschwestern, Priester und Vertreter verschiedener katholischer Bildungseinrichtungen zum Gebet, zum Austausch und zur missionarischen Ausbildung zusammen. Im Jahr 2026 begeht die Diözese Islamabad-Rawalpindi ein besonderes „Jahr der Kinder“, das sich mit den dringenden Herausforderungen der Bildung und des Kinderschutzes befasst.

Auf ihrem Weg des menschlichen und spirituellen Wachstums sehen sich katholische Kinder und Jugendliche – insbesondere diejenigen, die in sozioökonomisch benachteiligten Regionen leben – mit schwierigen Situationen wie systematischer religiöser Diskriminierung konfrontiert. „Da Christen eine Minderheit darstellen, sind Kinder oft sozialer Ausgrenzung, Vorurteilen im schulischen Umfeld und Einschränkungen im Zugang öffentlicher Dienstleistungen oder Stipendien ausgesetzt; dies schränkt ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Mobilität bereits von klein auf ein“, betont Rabeel Aslam, Leiter der Abteilung für soziale Kommunikation der Diözese, gegenüber Fides.
Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt ist das Phänomen der Kinderarbeit und der wirtschaftlichen Gefährdung: „Die Armut, unter der die katholischen Gemeinschaften leiden“, so Aslam weiter, „zwingt Kinder oft dazu, gefährliche Arbeiten zu verrichten, etwa in Ziegelöfen, in der hauswirtschaftlichen Arbeit oder in der illegalen Landwirtschaft, was ihre Bildung beeinträchtigt oder ihnen diese gänzlich verwehrt und so den Kreislauf der Armut aufrechterhält“.
In ländlichen Gebieten sind minderjährige christliche Mädchen zudem dem Risiko von Zwangsheirat und Zwangskonvertierungen ausgesetzt, „Situationen, die oft durch die Untätigkeit der Behörden und durch strukturelle Hindernisse verschärft werden, die ihren Schutz erschweren“, bemerkt er.

Angesichts dieser Herausforderungen forderte Erzbischof Arshad Kinder und Jugendliche auf, „für die Kinder auf der ganzen Welt zu beten, bedürftigen Kindern zu helfen und ihre Gaben und Ressourcen zu teilen“, und fügte hinzu, dass „es in Pakistan wichtig ist, die Liebe Christi durch eigene Taten zu zeigen und unter ihren Freunden zu Friedensstiftern zu werden“.
Während der Eucharistiefeier hob Erzbischof Arshad ihre wichtige Rolle in der Mission der Kirche hervor. In seinen Überlegungen zum Thema „Kinder helfen Kindern“ erinnerte der Erzbischof daran, „wie wertvoll die Kleinen in den Augen Jesu sind und dass man nie zu klein ist, um zu beten, zu dienen, zu teilen und den eigenen Glauben zu bezeugen“. Er ermutigte sie, „Glaubensverbreitern in ihren Familien, Schulen und Gemeinschaften“ zu werden.

Kinder und Jugendliche – so erinnerte er – können sich am missionarischen Werk durch Gebet, vorbildlichem Handeln, Freundlichkeit, Teilen und Dienst am Nächsten beteiligen. Zu diesem Zweck forderte er sie auf, „für leidende Kinder zu beten, den Bedürftigen zu helfen, das zu teilen, was sie haben, und die Liebe Christi im Alltag ihren Mitmenschen weiterzugeben“, wobei er die missionarische Berufung der Kinder und den besonderen Auftrag des Kindermissionswerks hervorhob. In einer Versammlung, an der auch Schüler verschiedener katholischer Schulen teilnahmen, wurde die Bedeutung hervorgehoben, die diesen für die Erziehung der neuen Generationen sowie für die Förderung der pastoralen und missionarischen Aktivitäten der Diözese haben.

(PA) (Fides-Agentur 16/9/2026)


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