Nairobi (Fides) – Die Begleitung junger Menschen steht im Mittelpunkt der 21. Plenarversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas (Association of Member Episcopal Concferences in Eastern Afrika, AMECEA), die am Sonntag, dem 19. Juli, in Nairobi an der Katholischen Universität Ostafrika (CUEA) eröffnet wurde.
In seiner Eröffnungsansprache erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Kenia, Erzbischof Maurice Muhatia Makumba von Kisumu, an junge Menschen gewandt: „Die Kirche liebt euch, glaubt an euch und lädt euch ein, euch aktiv am Leben und an der Sendung der Kirche sowie am Leben eurer jeweiligen Länder zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam Gesellschaften aufbauen, die auf Liebe, Gerechtigkeit, Einheit, Glauben und den zeitlosen Werten unserer katholischen und christlichen Tradition gründen.“
„Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen“, mahnte Kardinal Michael Czerny, Präfekt des Dikasteriums für die den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Versammlung. Unter Bezugnahme auf die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. betonte der Kardinal, dass Dialog, Geduld und Demut die Mittel zur Lösung von Konflikten und zum Aufbau einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft seien.
Der Präsident der AMECEA, Bischof Charles Joseph Sampa Kasonde von Solwezi (Sambia), gab bekannt, dass die Begleitung junger Menschen in den kommenden vier Jahren im Mittelpunkt der pastoralen Arbeit der katholischen Kirche in der Region stehen wird. „Die Bischöfe der AMECEA haben die Jugend aus drei Gründen zur pastoralen Priorität für die nächsten vier Jahre erklärt: Wir wollen zeigen, dass junge Menschen unser Engagement verdienen und ihnen helfen, ein Zugehörigkeitsgefühl zur Kirche zu entwickeln“, so Bischof Kasonde.
An der Versammlung nehmen rund 140 Bischöfe der Bischofskonferenzen der AMECEA teil – Äthiopien, Eritrea, Kenia, Malawi, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda und Sambia – sowie der Apostolischen Vikariate Dschibuti und Somalia, die der Vereinigung angegliedert sind.
Auch Vertreter lokaler politischer Institutionen waren anwesend. Unter ihnen war der Erste Kabinettssekretär Musalia Mudavadi, der im Namen des kenianischen Präsidenten William Ruto sprach. In seiner Rede rief Mudavadi zu einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit auf, um Frieden, gute Regierungsführung und die Stärkung der Jugend in Ostafrika zu fördern. Er betonte, wie wichtig diese drei Säulen für nachhaltige Entwicklung und Wirtschaftswachstum seien. Der kenianische Politiker würdigte das Engagement der katholischen Kirche, jungen Menschen die richtigen Werte, Fähigkeiten und Chancen zu vermitteln, und erklärte: „Wir können Afrikas immenses Potenzial freisetzen und eine stabilere und prosperierende Zukunft sichern.“
(L.M.) (Fides 21/7/2026)