ASIEN/HONG KONG - Kardinal Tagle: “Möge das Antlitz Jesu immer über Hongkong leuchten”

Sonntag, 25 Januar 2026 kardinal tagle   ortskirchen     migranten  

sunday Examiner

Hongkong (Fides) – „Möge das Heilige Antlitz Jesu immer über Hongkong leuchten“, so Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle anlässlich Jubiläumskonzerts, mit dem die Feierlichkeiten zum 80jährigen Bestehen der Diözese Hongkong begannen.

Während der Feier, die am Sonntag, dem 18. Oktober, im „Chater Garden“ in Hongkong stattfand (vgl. Fides 21/1/2026), erläuterte der Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) auf der Grundlage der Heiligen Schrift den Ursprung und das Wesen des christlichen Segens, bevor er selbst die Teilnehmer der Veranstaltung und die ganze Stadt zusammen mit dem Jesuitenkardinal Stephen Chow Sau-yan, Bischof von Hongkong, segnete.

Kardinal Tagle ging von dem Segen aus, den Gott den Söhnen Aarons im Buch Numeri lehrt („Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden”), und stellte ihn als „den Segen, den Gott uns geben möchte” dar, indem er sein Angesicht über die Männer und Frauen aller Zeiten leuchten lässt.

„Der Segen, den Gott uns und Hongkong gewährt, ist sein Heiliges Antlitz in Jesus Christus“, das sichtbare und menschliche Antlitz des unsichtbaren Gottes. Ein Antlitz, das „ganz göttlich und ganz menschlich“ ist.

Unter den Möglichkeiten, wie man dem Antlitz Jesu und seinem Segen begegnen kann, nannte Kardinal Tagle auch die Begegnung mit dem Antlitz eines Kindes, „das uns daran erinnert, dass Kinder und Jugendliche immer ein Segen für die Gesellschaft sind; kein Kind und kein Jugendlicher ist ein ‚Problem‘“.


„Der wahre Segen für Hongkong“, so der Kardinal, „ist das Antlitz Gottes, das über ihm strahlt“. „Möge das Antlitz Jesu“, so der Pro-Präfekt des Missionsdikasteriums weiter, „immer über Hongkong leuchten, und möge Hongkong sich am Antlitz Jesu erfreuen“.

So, fügte er hinzu, könnten die Gläubigen ermutigt werden, „der Gesellschaft Hoffnung zu schenken“ und „mutige Zeugen des Herrn“ werden.

Der Kardinal forderte auch die gesamte Gesellschaft Hongkongs auf, diese „Segnungen” zu pflegen, und betonte, dass jeder die Möglichkeit habe, „ein Segen für andere” zu werden.

Im Rahmen der Veranstaltung beteten Menschen und Gruppen verschiedener Ethnien und Nationalitäten in Kantonesisch, Philippinisch, Französisch, Mandarin, Koreanisch und Vietnamesisch für Hongkong.

Am 18. Oktober konnte Kardinal Tagle während seines kurzen Aufenthalts in Hongkong – wie die lokale Diözesanzeitung „Sunday Examiner“ berichtet – auch mit Schwester Corazon Demetillo und Schwester Victoria Victorino vom Diözesanpastoralzentrum für die philippinischen Gläubigen sprechen. Die beiden Ordensschwestern erläuterten dabei die Initiativen der örtlichen Pfarreien zur Förderung der Integration von Migranten und die Unterstützung der Diözese für Asylbewerber und Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit dem philippinischen Konsulat.

Viele philippinische Katholiken nahmen auch an der Veranstaltung im „Chater Garden“ teil. Die Gemeindemitglieder der „St. Joseph's Church“ in der Garden Road hielten ein Willkommensbanner für Kardinal Tagle hoch.

In Hongkong lebt seit langem eine große philippinische Gemeinschaft. Nach den am 31. August 2021 aktualisierten Daten leben unter den nicht-ständigen Einwohnern Hongkongs 177.000 philippinische Einwanderer. Unter den mehr als 7,4 Millionen ständigen Einwohnern sind mehr als 400.000 Katholiken.
(Fides 25/01/2026)


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