EUROPA/RUSSLAND - Gebet für die Einheit der Christen in der katholischen Kathedrale in Moskau

Mittwoch, 21 Januar 2026 ortskirchen   Ökumene   einheit   gebet  

Photo Ol'ga Chril'

Moskau (Fides) – „Einheit ist keine Utopie. Nur die Realität ermöglicht es, Spaltungen zu überwinden“, so der Erzbischof des Erzbistums Mutter Gottes in Moskau, Paolo Pezzi, am Dienstag, dem 20. Januar, während der Gebetsstunde, die im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen (18.-25. Januar) in der katholischen Kathedrale stattfand. An der Feier nahmen auch Vertreter verschiedener protestantischer Kirchengemeinden teil.
„Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist vor allem für uns Katholiken eine Herausforderung, denn für die Einheit zu beten ist nur möglich, wenn wir diese Einheit in Christus bereits in gewisser Weise erfahren“, bemerkte der Erzbischof im Gespräch mit Fides. „Um sie zu erfahren“, erklärte er, „muss man die Liebe Christi erfahren, die Liebe, die vom Vater geschenkt wurde und Jesus und seine Jünger verband, ebenso wie alle, die an das Wort der Apostel glauben werden. Zweitens ist sie eine Herausforderung für die Gesellschaft: Wenn wir diese Liebe, diese Einheit leben, dann verbreitet sie sich, und wenn sie sich verbreitet, kann man nicht gleichgültig bleiben, man muss Stellung beziehen. Und es gibt zwei Möglichkeiten: diese Einheit anzunehmen, wodurch Beziehungen und Brücken geschaffen werden, oder sie abzulehnen, was zu Gewalt und Verfolgung führt. Das geschieht, wenn man nicht akzeptiert, dass Gott sich in die menschliche Realität einmischt. Die Einheit mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist kann jedoch auch inmitten von Hässlichkeiten, Konflikten und Spaltungen erfahren werden und es möglich machen, inmitten all dessen Zeugnis von der Liebe zu geben“.
Am 24. Januar findet in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul ein Gebet für die Einheit der Christen statt, das von und für junge Christen der russischen Hauptstadt organisiert wird.
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen findet in der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 18. und 25. Januar und in der südlichen Hemisphäre (wo im Januar Sommerferien sind) zu anderen unterschiedlichen Terminen statt. Die Referenztexte für die Feierlichkeiten 2026 wurden von der Abteilung für interkonfessionelle Beziehungen der Armenisch-Apostolischen Kirche zusammengestellt. Das Thema für die Gebetswoche 2026 stammt aus dem Brief des Heiligen Paulus an die Epheser: „Es gibt nur einen Leib und einen Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4).
(CD) (Fides 21/1/2026)


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