VATIKAN - “Die Missionsunion, das Zweite Vatikanische Konzil und das Pontifikat von Papst Leo XIV.“: zum liturgischen Gedenken des seligen Paolo Manna

Donnerstag, 15 Januar 2026 päpstliche missionswerke   missionarische Öffentlichkeitsarbeit   evangelisierung  

Vatikanstadt (Fides) – „Die Missionsunion, das Zweite Vatikanische Konzil und das Pontifikat von Papst Leo XIV.“ So lautet der Titel der Initiative, die am Freitag, 16. Januar (19.00 Uhr), im Päpstlichen „Collegio Urbano“ anlässlich des liturgischen Gedenktages und des Geburtstages des seligen Paolo Manna (16. Januar 1872) stattfindet. Die von den Päpstlichen Missionswerken (POM) in Zusammenarbeit mit dem „Collegio Urbano“ organisierte Veranstaltung versteht sich als Moment der Besinnung und des Austauschs.
Pater Paolo Manna, Missionar des Päpstlichen Instituts für Auslandsmissionen (PIME), gründete 1916 die Missionsvereinigung des Klerus, die 1956 zu einem päpstlichen Werk wurde und den Namen Päpstliche Missionsunion (PUM) annahm. Das Werk feiert somit im Jahr 2026 sein 110-jähriges Bestehen.
Die Veranstaltung zu Ehren von Pater Manna ist mittlerweile zu einer alljährlichen Tradition geworden, um an das Missionsbewusstsein des Seligen und seinen menschlichen und spirituellen Weg zu erinnern, der nicht frei von Schwierigkeiten, körperlichen Leiden und „dunklen“ Momenten war und ihn im Alter von 22 Jahren nach Burma (dem heutigen Myanmar) führte, wo er unter dem Stamm der Ghekkú die „Saat” des Evangeliums ausstreute (vgl. Fides 13/01/2024).
Sein schlechter Gesundheitszustand hinderte ihn irgendwann daran, als Missionar zum einheimischen Klerus zurückzukehren, aber seine Leidenschaft für die Mission wurde dadurch nicht gedämpft, die vor allem durch Predigten und Pressearbeit zum Ausdruck kam. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich das Hauptziel des von ihm gegründeten Werkes heraus: es sollte die missionarische Begeisterung der Bischöfe, Priester und Laien neu beleben und an die vorrangige Aufgabe der Kirche erinnern: die Evangelisierung der ganzen Welt. Eine Intuition, die in seinem Motto „Die ganze Kirche für die ganze Welt” gut zum Ausdruck kommt.
So entstand 1916 mit der Zustimmung von Papst Benedikt XV. die „Missionarische Vereinigung des Klerus” (heute Päpstliche Missionsunion). Im Rahmen des 110-jährigen Jubiläums der Gründung der von Papst Paul VI. als „die Seele der anderen Päpstlichen Missionswerke” bezeichneten Missionsunion und des 100-jährigen Jubiläums der Feier des ersten Weltmissionssonntags steht die Initiative am Freitag, dem 16. Januar, ganz im Zeichen des seligen Manna und der von ihm gegründeten Missionsunion und richtet dabei den Blick auf die Zukunft.
Das Thema des Treffens wird von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen (OFMconv), Generalsekretär der PUM, vorgestellt. Es folgt eine Reflexion von Pater Vito del Prete vom Päpstlichen Institut für Auslandsmissionen, ehemaliger Generalsekretär der PUM (2005-2015), der die in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Ausdruck kommenden Erkenntnisse und Anregungen von Paolo Manna nachzeichnet. Die Initiative endet mit einem Beitrag von Pfarrer Valerio Bersano, Sekretär der der Päpstlichen Missionsunion bei den Päpstlichen Missionswerken in Italien (Missio Italia), der über die Aktivitäten der Missionsunion in Italien sprechen wird, wobei er insbesondere auf diejenigen eingehen wird, die unter dem Pontifikat von Papst Leo XIV. bereits durchgeführt wurden und noch durchgeführt werden sollen.
Die Veranstaltung, die über den Einladungslink auch über „Zoom“ mitverfolgt werden kann, wird von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen moderiert, der erklärt: „Anlässlich dieses wichtigen Jubiläums wollen wir nicht uns selbst feiern, sondern vielmehr unsere Begeisterung für Christus und für die Sendung der Evangelisierung in der Welt, die er seinen Jüngern aufgetragen hat, erneuern“. Und er schließt: „So beginnen wir dieses Gnadenjahr, in dem wir gemeinsam mit den Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke versuchen, die Aktivitäten der missionarischen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit mit verschiedenen Initiativen auf allen Ebenen zu intensivieren: international, national, regional und diözesan. In diesem feierlichen Rahmen denken wir auch daran, uns selbst zu erneuern und alle anderen, die dies wünschen, einzuladen, sich der Päpstlichen Missionsunion als aktive Mitglieder anzuschließen, in der Nachfolge vieler Bischöfe, Priester und Ordensleute im Laufe dieser 110 Jahre (unter denen wir Papst Pius XI., den ersten Geistlichen Roms, der der Union beitrat, und Papst Paul VI. erwähnen). Die Idee ist, dass sich jeder als Mitglied einer universellen und allen offenen „Union” bei der evangelisierenden Mission der Kirche fühlt. Dies entspricht auch dem Geist des Mottos, das Papst Leo XIV. für den diesjährigen 100. Weltmissionssonntag gewählt hat: „Eins in Christus, vereint in der Mission”.
(EG) (Fides 15/01/2026)


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