AFRIKA/MOSAMBIK - Zahlreiche Initiativen zum Gedenken an Bischof Osorio Citora

Freitag, 12 Juni 2026



Quelimane (Agenzia Fides) – Die Diözese Quelimane trauert um Bischof Osorio Citora, der auch Apostolischer Administrator von Beira und Sekretär der Bischofskonferenz von Mosambik war, und am Samstag, dem 6. Juni, gewaltsam ums Leben kam. „Möge seine Seele in Frieden ruhen!“ lautet eine der vielen Beileidsbekundungen derer, die noch immer vom Tod des Bischofs erschüttert sind.
Die Bischofskonferenz von Mosambik informiert in einer offiziellen Erklärung über Einzelheiten zu den Trauerfeierlichkeiten, die in den kommenden Tagen stattfinden werden. An diesem Freitag (12. Juni) wird der Apostolische Nuntius in Mosambik, Erzbischof Luiz-Miguel Muñoz Cardaba, in der Pfarrkirche „Nossa Senhora do Livramento“, der Kathedrale von Quelimane, eine Messe zelebrieren. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die sterblichen Überreste von Boischof Citora per Flugzeug in das Bistum Nampula überführt. Die Bischöfe geben außerdem bekannt, dass die sterblichen Überreste nach ihrer Ankunft in Nampula, Bischof Citoras Heimatstadt, in der Schule der Consolata Missionare im Stadtteil Nampaco aufgebahrt werden, damit die Gläubigen und die Familie Abschied nehmen können. Am Samstag, dem 13. Juni, werden die sterblichen Überreste in die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Fatima – Kathedrale von Nampula – überführt, wo Pater Osório getauft, gefirmt und zum Priester geweiht wurde. Im Anschluss findet das Requiem statt, das vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Inácio Saure von Nampula zelebriert wird. Seine sterblichen Überreste werden dann auf dem Priesterfriedhof der Erzdiözese Nampula, auf dem Gelände des Priesterseminars „Mater Apostolorum“ im Stadtteil Nampaco, beigesetzt.
Unter den zahlreichen Initiativen zum Gedenken an Bischof Osório Citora in Italien lädt das Bistum Vittorio Veneto in Treviso, wo der Prälat einst wirkte, zum Gebet ein. Eine Vigil findet am Donnerstag, dem 18. Juni, in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt. Bischof Riccardo Battocchio wird die Vigil leiten, die in Zusammenarbeit mit dem Bistum Treviso und den Consolata-Missionaren der Gemeinschaft „Casa Milaico“ in Nervesa della Battaglia (Treviso) organisiert wurde. Darüber hinaus wird am Dienstag, dem 30. Juni, in der Pfarrkirche in Nervesa della Battaglia eine Messe für Bischof Citor gefeiert, die von Bischof Michele Tomasi von Treviso zelebriert wird.
Das Panafrikanische Katholische Theologische und Pastorale Netzwerk (Pan-African Catholic Theology and Pastoral Network, PACTPAN) schließt sich dem Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM), der Katholischen Bischofskonferenz von Mosambik, den Geistlichen, Ordensleuten und Laien Mosambiks sowie allen Menschen guten Willens in der Trauer über die tragische Ermordung des Bischofs von Quelimane an. „Wie das SECAM betont, stellt diese abscheuliche Tat, die an einem Hirten des Volkes Gottes verübt wurde, nicht nur einen Angriff auf das Leben und die Würde eines hingebungsvollen Dieners des Evangeliums dar, sondern auch einen Angriff auf die Werte Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Religionsfreiheit, die für das Wohlergehen jeder Gesellschaft unerlässlich sind.“
Der Tod von Bischof Citoro „ist Teil eines beunruhigenden Musters, das sich in den letzten Jahren in ganz Afrika abgezeichnet hat“, heißt es in der Erklärung des PACTPAN. „Zu viele Bischöfe, Priester, Ordensleute, Katecheten, Seelsorger und Gläubige sind Opfer von Gewalt geworden. In vielen Fällen bleiben die Ermittlungen unvollständig, sodass Familien und Gemeinden ohne Antworten zurückbleiben. Die Ermordung von Hirten ist niemals nur ein Angriff auf Einzelpersonen. Es ist ein Angriff auf das moralische Gewissen der Gesellschaft und die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Wir wissen, dass diese Tragödie weit über Angriffe auf Kirchenführer hinausgeht. Auf unserem Kontinent werden täglich unzählige Männer, Frauen und Kinder Opfer von Mord, Terrorismus, Bandenkriminalität, organisierter Kriminalität, politischer Gewalt, Entführungen, häuslicher Gewalt, Verschwindenlassen und bewaffneten Konflikten.“
Die Ermordung von Bischof Osorio markiert einen Wendepunkt in der moralischen Auseinandersetzung – nicht nur für Mosambik, ein Land, das so viel Gewalt erlitten hat, sondern für den gesamten afrikanischen Kontinent. PACTPAN ist überzeugt, dass Afrikas Zukunft von einem erneuerten Bekenntnis zu zwei fundamentalen Quellen abhängt: dem Evangelium Jesu Christi und der afrikanischen Philosophie von „Ubuntu“: „Ubuntu erinnert uns daran: ‚Ich bin, weil wir sind‘“. „Menschen existieren nicht isoliert. Unsere Menschheit ist untrennbar miteinander verbunden. Wenn ein Leben genommen wird, ist die gesamte Gemeinschaft betroffen. Wenn ein Mensch getötet wird, wird etwas Heiliges in uns allen verletzt. Die christliche Berufung besteht daher nicht nur darin, Gewalt im Nachhinein zu verurteilen, sondern auch Kulturen, Institutionen und Gemeinschaften aufzubauen, die das Leben schützen, bevor es bedroht wird, und die Gerechtigkeit für die Getöteten gewährleisten. Denn Gewaltopfer sterben immer wieder, wenn es keine Gerechtigkeit gibt und ihre Todesfälle nicht aufgeklärt werden. Aus diesem Grund ruft PACTPAN Regierungen, religiöse Führer, Pädagogen, zivilgesellschaftliche Organisationen, traditionelle Autoritäten und Familien in ganz Afrika dazu auf, ihr Engagement für den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, für die Rechtsstaatlichkeit und die Beendigung der Straflosigkeit, für wirksame Ermittlungen von Verbrechen gegen religiöse Führer und Bürger, für Friedensförderung, Versöhnung und sozialen Zusammenhalt, für die Erziehung junger Menschen zu den Werten der Gewaltlosigkeit und verantwortungsvollen Bürgerschaft, für die Stärkung demokratischer Institutionen und einer rechenschaftspflichtigen Regierungsführung sowie für eine Ubuntu-Kultur zu erneuern, verwurzelt in der Kultur des Ubuntu, im Zeichen von Solidarität, Mitgefühl und gegenseitiger Verantwortung, und der Förderung evangelikaler Gewaltlosigkeit und eines erfüllten Lebens in allen Bereichen der Gesellschaft.“
„Möge sein Blut und das Blut aller unschuldigen Opfer von Gewalt in Afrika ein Samen der Erneuerung für unseren Kontinent sein“, so das PACTPAN abschließend zum Tod des Bischofs von Quelimane.
(AP) (Fides 12/6/2026)

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