Universität Urbaniana veranstaltet Studientag des Lehrstuhls “Velasio de Paolis” zum Thema Recht im Leben und in der Sendung der Kirche

Montag, 27 April 2026 päpstliche universität urbaniana   dikasterium für evangelisierung   kirchenrecht  

Rom (Agenzia Fides) – „Wir leben in einer Zeit der Trennung von Glaube und Wissenschaft. Es ist die Zeit des Bruchs zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Glaube und Kultur“, so der 2017 verstorbene Kirchenrechtler und Kurienkardinal Velasio De Paolis.
„Diese Trennung im Bereich des Rechts“, erklärte De Paolis, „zeigt sich vor allem in der vorherrschenden positivistischen Rechtsauffassung, in der Auffassung von Recht als reinem Formrecht ohne ethische Grundlage.“ Während die Kirche „weit entfernt von positivistischen Tendenzen ist“, und „ihr Recht in eine umfassende Vision ihrer Ordnung oder Disziplin einbettet, die weder mit dem Recht beginnt noch endet.“
Neun Jahre nach seinem Tod richtet die Päpstliche Universität Urbaniana am morgigen Dienstag, den 28. April, den fünften Studientag des Lehrstuhls „Velasio De Paolis“ aus, der der Untersuchung und Diskussion zentraler Fragen zum Recht im Leben der Kirche gewidmet ist. „Glauben an das Recht: Philosophische und juristische Profile“ lautet das Thema des Studientages, der ab 9:00 Uhr in der Aula Magna Benedetto XVI stattfindet.
Nach den Grußworten von Professor Vincenzo Buonomo, Rektor der Päpstlichen Universität Urbaniana, und Professor Andrea D'Auria, Dekan der Fakultät für Kirchenrecht, beginnt der von Professor Maurizio Martinelli moderierte Vormittag mit einem Vortrag von Professor Luca Tuninetti, Dekan der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Universität, zum Thema „Person, kirchliche Gemeinschaft und Recht“. Anschließend referiert Frau Professor Sandra Mazzolini von der Fakultät für Missionswissenschaft zum Thema „Kirche, Glaube und Recht aus der Perspektive des Evangelisierungsauftrags“.
Der Studientag endet mit einem Vortrag von Professor Antoine M. Ndiaye zum Thema „Welches Verhältnis besteht zwischen Glaube und Recht?“ und einem Schlusswort.
(EG) (Fides 27/4/2026)


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