Caritas Nepal
Kathmandu (Fides) – „Ich habe gerade eines der am stärksten betroffenen Gebiete besucht, in dem viele Menschen von den Fluten mitgerissen wurden; darunter befand sich auch eine Schule mit 300 Schülern. Wir stehen noch immer unter Schock, und die Menschen sind traumatisiert. Aber wir sind ihnen im Gebet und in Solidarität nahe“, so Pater Silas Bogati, Verwalter des Apostolischen Vikariats von Nepal, gegenüber der Fides-Agentur nach seiner Rückkehr von einem humanitären Einsatz. „Caritas Nepal hat an verschiedenen Orten Hilfsgüter verteilt und betreibt Zentren für Vertriebene, wobei ein besonderes Augenmerk auf schutzlos zurückgebliebene Kinder gelegt wird; dort werden alle minderjährigen Opfer der Überschwemmungen aufgenommen“, berichtet er. Pater Silas Bogati fasst zusammen: „Wir reagieren auf die Notsituation und sind konkret an der Seite derer präsent, die leiden und in Not sind. Neben der materiellen Hilfe ist es unsere Aufgabe, Trost zu spenden.“
Zusammen mit der Geschäftsführerin von Caritas Nepal, Schwester Cecilia Durga Shrestha, besuchte Pater Bogati die von den Überschwemmungen betroffenen Gebiete in Trisuli (Nuwakot), um sich ein Bild von den Schäden zu machen und die Lage der betroffenen Familien zu verstehen.
Im Laufe des Aufenthalts besuchten die beiden auch die Notunterkünfte, in denen derzeit die obdachlos gewordenen Familien untergebracht sind. Caritas Nepal unterstützt derzeit drei Notunterkünfte und acht „kinderfreundliche Räumlichkeiten” in Nuwakot und bietet dort Kindern und Familien lebensnotwendige Hilfe, Aufnahme und Schutz.
Pater Bogati und Schwester Durga Shrestha trafen sich zudem mit dem Einsatzpersonal, den Betreuern und den Freiwilligen der Caritas sowie den lokalen Partnerorganisationen, um gemeinsam die Lage zu bewerten und die Herausforderungen und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen in den Hilfszentren zu erfassen. Der Leitgedanke – so betonen die in der humanitären Hilfe engagierten Personen – ist es, „den betroffenen Familien und Kindern zur Seite zu stehen und ihnen Unterstützung, Fürsorge und Würde zu bieten“.
(PA) (Fides-Agentur 10/9/2026)