Kidapawan (Fides) – Das Motiv für den Mord an Eduardo „Eddie“ Balindres, einem katholischen Laien und Seelsorgekoordinator der Pfarrei Matalam in der Diözese Kidapawan in der Provinz Cotabato auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen, ist noch unbekannt. Der Mann, ein sehr aktives Mitglied der Gemeinde, vertrauenswürdiger Mitarbeiter des Pfarrers und Koordinator der Gemeindeaktivitäten, wurde am 31. August 2026 auf dem Heimweg im Barangay (Stadtteil New Abra) von unbekannten Angreifern erschossen. Aus dem Hinterhalt heraus eröffneten die Täter wiederholt das Feuer, trafen ihn tödlich und flohen anschließend sofort. Die örtliche Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die Identität der Mörder zu ermitteln und das Motiv für den Mord aufzuklären.
Die Pfarrei Matalam und die Diözese Kidapawan haben ihre Bestürzung und Trauer über diesen plötzlichen Verlust zum Ausdruck gebracht. Die Diözese Kidapawan unter der Leitung von Bischof Jose Colin M. Bagaforo, D.D., veröffentlichte eine offizielle Erklärung, in der der Mord an Balindres scharf verurteilt wurde. Die örtliche Kirche richtete einen eindringlichen Appell ein, in dem sie Gerechtigkeit, Frieden und den Verteidigung der Menschenwürde forderte, und schloss sich dabei Hashtags wie #JusticeForEduardoBalindres an.
Die Pfarrei Matalam würdigte Balindres als „eine tragende Säule der Gemeinde, einen vertrauenswürdigen, aktiven und zutiefst engagierten Mitarbeiter, der sich der Koordination und Unterstützung aller pastoralen Aufgaben verschrieben hatte“. Die Gläubigen drückten ihre tiefe Bestürzung aus und beschrieben ihn als „einen mutigen Diener, der sein Leben der Hilfe für seine Mitmenschen widmete“.
Die Ermittlungen dauern an, doch bislang wurde noch kein Verdächtiger identifiziert oder festgenommen. Die Ermittler untersuchen das Privatleben von Balindres sowie seine Rolle als Gemeindevorsteher, um herauszufinden, ob er Drohungen erhalten hatte, doch das Motiv für den Mord bleibt vorerst unbekannt. Der Mord reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Gewalttaten in der Region Matalam ein und löst große Ängste unter den Anwohnern und den vor Ort tätigen Freiwilligen aus. Das Gebiet um Kidapawan und die gesamte Provinz Cotabato sind seit Jahrzehnten mit komplexen Verhältnissen konfrontiert, die die Unsicherheit schüren. Vor kurzem war das Grenzgebiet zwischen Matalam und Kidapawan Schauplatz blutiger Ausschreitungen zwischen bewaffneten Gruppen, die gerade mit Landfehden zusammenhingen und Opfer sowie die Vertreibung ganzer Familien zur Folge hatten. Zudem beherbergt die Region verschiedene bewaffnete Gruppen, die mit dem islamistischen oder kommunistischen Separatistenaufstand im Süden der Philippinen in Verbindung stehen: Historisch gesehen sind dort die Moro Islamic Liberation Front (MILF) und die Moro National Liberation Front (MNLF) präsent, die zwar Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet haben, doch sind einige lokale Fraktionen weiterhin in Gewalttaten verwickelt. In der Region sind auch die kommunistischen Rebellen der NPA (New People’s Army) aktiv, die für Hinterhalte und terroristische Drohungen bekannt sind.
(PA) (Fides-Agentur 7/9/2026)