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Maumere (Fides) – Erst fünf Tage sind seit dem schweren Erdbeben vergangen, das die Insel Flores am Samstagmorgen, dem 15. August, mit einer Stärke von 7,7 erschütterte (vgl. Fides, 15/08/2026).
„Die Erde bebt weiterhin: Es gab mehr als 1.500 Nachbeben, und die Bevölkerung haben immer noch Angst davor, in ihre Häuser zurückzukehren. Die vorläufigen Angaben der zuständigen Behörden sprechen von mindestens 68 Toten, über 200 Verletzten und mehr als 4.500 beschädigten Häusern. Rund 19.000 Menschen sind in verschiedenen Teilen der Insel vertrieben worden“, berichtete Pater Luigi Galvani, ein Kamillianer-Missionar, der sich am Tag des Erdbebens auf der Flores aufhielt, gegenüber Fides.
„In Maumere“, fährt der Missionar fort, „haben viele Familien, insbesondere die ärmsten, Angst, in ihre Häuser zurückzukehren, und schlafen im Freien oder in provisorischen Zelten. Sie bringen Kinder, ältere Menschen und hilfsbedürftige Personen mit. Zu den dringendsten Bedürfnissen gehören Trinkwasser, Nahrungsmittel, Decken, Zelte, Medikamente und medizinische Versorgung. Die Pfarreien sind zu Orten der Aufnahme und Hoffnung geworden. Obwohl mehrere Kirchen beschädigt wurden, sind die Pfarreien zu Zentren der Willkommenskultur, der Solidarität und des Zuhörens geworden, insbesondere für Familien, die ihr Zuhause verloren haben oder noch nicht zurückkehren können.“
„Das Netzwerk der indonesischen katholischen Kirche und unsere Diözese Maumere haben sich zusammengetan, um Informationen über die Schäden zu sammeln und die Hilfe in den am stärksten betroffenen Gemeinden zu koordinieren“, erklärte Pater Luigi Galvani. „Wir waren zutiefst erschüttert über die Nachricht vom Tod eines Seminaristen des interdiözesanen Priesterseminars Ritapiret. Er starb gestern im Krankenhaus von Maumere an den schweren Verletzungen, die er sich beim Erdbeben zugezogen hatte. Im Moment des Bebens hatte er sich in Panik aus dem Fenster im dritten Stock des Seminars gestürzt. Diese Tragödie hat tiefe Trauer im Seminar, in den Ordensgemeinschaften und in der gesamten Ortskirche ausgelöst.“
„Als Kamillianer versorgen wir in dieser Zeit vor allem die bedürftigsten Familien, die Alten, die Kranken und die Menschen mit Behinderungen, die in Notsituationen immer am ehesten in Vergessenheit geraten. Inmitten der Angst möchten wir den Menschen auf Flores das Gefühl geben, dass sie nicht allein sind.“
(AP/LG) (Fides 19/08/2026)