Missionarische Fortbildung: Zweite On-line-Schulung für Teilnehmende aus englischsprachigen Ländern zur Botschaft von Papst Leo XIV.

Dienstag, 14 Juli 2026

Vatikanstadt (Fides) – „Eins in Christus. Ein spiritueller und missionarischer Weg“ lautet das Thema der zweiten Veranstaltung der Reihe zur missionarischen Fortbildung für die Teilnehmende aus englischsprachigen Länder am heutigen Dienstag, dem 14. Juli. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Botschaft von Papst Leo XIV. zum Weltmissionssonntag 2026.
Das vierteilige Online-Seminar wird vom Internationalen Sekretariat der Päpstlichen Missionsunion in Zusammenarbeit mit mehreren Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke organisiert.
Das Schulungsprogramm begann am 9. Juni mit dem Einführungsvortrag des Generalsekretärs der Päpstlichen Missionsunion, Pater Dinh Anh Nhue Nguyen (OFMConv). Er ordnete die Botschaft von Papst Leo XIV. in den breiteren Kontext der heutigen Mission ein. „Um den missionarischen Charakter der Papstbotschaft von 2026 zu verstehen, ist es unerlässlich, mit dem persönlichen Werdegang von Papst Leo XIV. zu beginnen. Anders als andere Päpste, deren Erfahrung vorwiegend akademisch oder an die Kurie gebunden war, ist Papst Leo XIV. tiefgreifend von einer langen missionarischen Tätigkeit unter den Menschen geprägt. Dies war kein nebensächlicher Aspekt seines Lebens, sondern vielmehr ein wesentlicher Bestandteil seiner kirchlichen Identität“, erklärte der Generalsekretär der Päpstlichen Missionsunion im Gespräch mit Pfarrer Bonaventura Luchidio, dem Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Kenia. „Die Ansprache von Papst Leo XIV. an die Nationaldirektoren und seine Botschaft zum Weltmissionssonntag sind im Wesentlichen ein Aufruf zur Erneuerung der Mission. Der Heilige Vater lädt die Päpstlichen Missionswerke ein, ihre ursprüngliche Berufung wiederzuentdecken: eine missionarische Kirche zu bilden“, betonte Pfarrer Luchidio. „Für Afrika“, fügte er hinzu, „bedeutet dies, eine Kultur zu schaffen, in der jeder Getaufte versteht, dass er von Christus gesandt ist. Es bedeutet, von gelegentlichen Missionsfeiern zu einer kontinuierlichen missionarischen Ausbildung überzugehen. Es bedeutet, Priester, Ordensleute, Katecheten, Familien, Jugendliche und Kinder zu formen, die in Christus eins und in der Mission vereint sind.“
Heute spricht neben Pater Dinh Anh Nhue Nguyen auch Pfarrer Lawrence Iwuamadi, Priester der nigerianischen Diözese Owerri und Dekan und Professor für Ökumenische Biblische Hermeneutik am Ökumenischen Institut Bossey in der Schweiz. Die Online-Veranstaltung ist von 12:30 Uhr (mitteleuropäische Zeit) bis 14:00 Uhr für alle Interessierten zugänglich. Dieselben Zeiten gelten für die dritte Veranstaltung am 11. August zum Thema „Vereint in der Mission: Wie können wir die Lehren des Papstes umsetzen und fördern?“.
Die vierte und letzte Veranstaltung der Reihe, die in englischer Sprache stattfindet, ist für den 22. September geplant. Sie findet von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr (mitteleuropäische Zeit) statt, um auch Teilnehmern aus Amerika die Teilnahme zu ermöglichen. Erzbischof Samuele Sangalli, beigeordneter Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) wird aus diesem Anlass einen Vortrag über die missionarische Spiritualität der heiligen Therese von Lisieux halten.
(EG) (Fides 14/7/2026)


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