Khartum (Fides) – „Der gewaltsame Tod eines Priesters im Dienst am Volk Gottes ist eine Tragödie, die das Herz der Kirche tief berührt“, so Bischof Eduardo Hiiboro Kussala von Tombura-Yambio im Südsudan in seinem Beileidsschreiben zum Tod von Pfarrer Youhanna Al-Amin, der am 19. Juni in Kauda in den Nuba-Bergen gewaltsam ums Leben kam (vgl. Fides 22.06.2026).
„Pfarrer Youhanna war nicht einfach nur ein Gemeindepfarrer“, betont Bischof Kussala. „Er war ein Hirte, ein Diener der Hoffnung, ein Friedensbote und ein Zeuge des Evangeliums. Sein Verlust ist eine schmerzliche Wunde für die Diözese El Obeid, für die Kirche im Sudan und für uns alle, die wir an die unantastbare Würde jedes menschlichen Lebens glauben.“
„Als Bischöfe des Sudan und des Südsudans, vereint in der Katholischen Bischofskonferenz des Sudan und des Südsudans, stehen wir solidarisch an der Seite der Diözese El Obeid und all jener, die um Pfarrer Youhanna Al-Amin trauern“, fährt Erzbischof Kussala fort.
Der Bischof von Tombura-Yambio betont, dass die Ermordung von Pater Youhanna „uns an die immensen Opfer erinnert, die Priester, Ordensleute, Katecheten und Laien weiterhin an Orten bringen, die von Konflikten und Unsicherheit geprägt sind. Es erinnert uns auch daran, dass die Mission der Kirche oft unter schwierigen Umständen stattfindet, wo Gottes Diener trotz Gefahren und Ungewissheiten ihren Gläubigen nahe bleiben.“ Aus diesem Grund, so Bischof Kussala, „bezeugt Pfarrer Youhannas Zeugnis pastorale Hingabe, Mut und Treue zu Christus und seinem Volk.“
Mit Blick auf die schwierige Lage in den Nuba-Bergen, wo der ermordete Priester jahrzehntelang gewirkt hatte, betont Bischof Kussala: „Die Kirche ist den Menschen in den Nuba-Bergen in all ihren Prüfungen stets nahe geblieben.“ „Ihre Mission war es immer, Leidende zu begleiten, Wunden zu heilen, Versöhnung zu fördern, die Menschenwürde zu verteidigen und Hoffnung zu verkünden. Selbst in den dunkelsten Momenten bleibt die Kirche ein Zeichen dafür, dass Gott sein Volk nicht verlassen hat“, bekräftigt er abschließend
(L.M.) (Fides 23/6/2026)