SMA
Lagos (Fides) – Mit Blick auf Geschichte, Mission und Erneuerung kamen die Oberen der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA) und der Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln (NDA) im „Domus Fidei“- Zentrum der Schwestern vom Eucharistischen Herzen Jesu in Lagos zusammen, um ein dreifaches Jubiläum zu feiern: das 170jährige Bestehen der von Bischof Melchior de Marion Brésillac gegründeten Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA); das 150jährige Bestehen der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln (NDA); und der 200. Geburtstag von Pater Augustin Planque, dem ersten Generaloberen der Gesellschaft der Afrikamissionen und Gründer der Kongregation der Schwestern unserer lieben Frau von den Aposteln.
Pater Pierre-Paul Dossekpli, ein togoischer Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen, erinnert in seinem Bericht zu der Veranstaltung an „zwei Stimmen und ein Charisma“, die jeweils durch den Generaloberen der Gesellschaft der Afrikamissionen, Pater François du Penhoat und von der Generaloberin der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln, Schwester Mary T. Barron, am Ende des Plenarkonzils zum Ausdruck gebracht wurden (vgl. Fides 22/5/2026).
Der Tag stand im Zeichen des Gebets: „Es geht uns noch besser, wenn wir uns gut verstehen“, sagte Pater du Penhoat zur Eröffnung des Treffens und blickte dabei auf die lange und bewegte Geschichte der beiden Ordensgemeinschaften zurück. Der Generalobere der betonte nachdrücklich, dass dieses Treffen nicht aus Notwendigkeit, sondern aus tiefem Wunsch entstanden sei: „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Treffen auch den Beginn eines neuen Kapitels markiert. Nicht die Notwendigkeit, sondern unser Wunsch und unser Wille prägen es. Unser missionarische Arbeit ist das, was unsere gemeinsame Identität ausmacht: Die Gemeinschaftsfriedhöfe von Lagos, Ibadan, Agoué und anderen Orten an der Küste sind der sichtbare Ausdruck davon: sie zeugen von einem Leben, das wir gemeinsam hingegeben haben, damit das Reich Gottes wachsen kann.“
Schwester Mary T. Barron begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung des dreifachen Jubiläums: „Diese Jubiläen sind nicht bloß Meilensteine, sondern Einladungen. Sie erinnern uns daran, dass die Mission stets ein empfangenes Geschenk, eine gemeinsame Verantwortung und eine uns anvertraute Zukunft ist.“ Die Generaloberin sprach offen über die Bedeutung der Zusammenarbeit im Kontext der Mission: „Es ist nicht einfach nur eine schöne Beschäftigung oder etwas Angenehmes … es ist Teil unserer missionarischen Berufung in der heutigen Zeit … für die Authentizität unserer Mission, unseres Zeugnisses, unserer Evangelisierung.“
Schwester Anne Falola, Mitglied des Generalrats der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln, betonte: „Das Zusammensein dient nicht nur der Mission, sondern ist selbst eine Mission.“
Der Tag ging mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Fest des heiligen Justinus zu Ende, eines Märtyrers, der sein Leben für die Wahrheit des Evangeliums gab und der an diesem Tag als Schutzpatron des Treffens der Missionare und Missionarinnen diente, die ihr gemeinsames Engagement für die Verkündigung des Evangeliums erneuerten.
(AP) (Fides 3/6/2026)