Redemptorist Thailand
Thakhek (Fides) – Die kleine katholische Gemeinde von Laos feiert am kommenden 22. April in der Kathedrale „St. Louis“ in Thakhek in der Provinz Khammouane die Priesterweihe zweier Diakone des Redemptoristen-Ordens: Es handelt sich um Pater Peter Gnantina Phiakeo (C.Ss.R.) und Pater Philip Nouy Kamhou (C.Ss.R.). Dem Weihegottesdienst wird der Apostolischer Vikar von Savannakhet-Khammouane, Bischof Jean-Marie Vianney Prida Inthirath, vorstehen. Zu der Weihezeremonie wurden auch Vertreter der staatlichen Behörden und andere religiöse Würdenträger eingeladen. Peter Gnantina Phiakeo und Philip Nouy werden die ersten in Laos geborenen einheimischen Priester des Redemptoristen-Ordens sein.
Die beiden zukünftigen Priester gehören der Redemptoristen-Provinz Thailand an, die die Einladung in den sozialen Medien veröffentlichte und ihre „große Freude über die beiden neuen Priester“ zum Ausdruck brachte. Gemäß den Bestimmungen ihrer Ordensprovinz werden die Neupriester als Seelsorger in katholischen Gemeinde in Laos tätig sein. Die Berufung der beiden Priester ist auch „ein Zeichen des stillen und stetigen Wachstums der katholischen Kirche in Laos“, wo die Ordensleute insbesondere in der Seelsorge für die Bevölkerung in Dörfern und abgelegenen Gebieten, vor allem für ethnische Minderheiten wie die Hmong, tätig sind und sich an sozialen Entwicklungsprojekten beteiligen.
Redemptoristen stellen sich in ganz Südostasien in den Dienst der Ärmsten und Schwächsten (wie Binnenvertriebenen) und widmen sich dabei den ethnischen Minderheiten, wobei sie auch einen Beitrag Ausbildung von Mitarbeitern der örtlichen Kirchengemeinde leisten. Die Redemptoristen der Provinz Thailand betreuen und unterstützen auch Menschen laotischer Herkunft und die ethnische Gruppe der Hmong in der nordöstlichen thailändischen Provinz Nan. Im Laufe der Zeit entstand im Zeichen von Verständnis und Solidarität eine enge Beziehung zu der laotischen Bevölkerung, was auch Berufungen zum Ordensleben und zum Priesteramt hervorbrachte, wie im Falle der beiden Diakone, die die nun zu Priestern geweiht werden. Die Weihe und Anwesenheit neuer einheimischer Priester stelle nun „einen wichtigen Schritt hin zu einer stabileren Präsenz innerhalb der laotischen Grenzen“ dar, während die Ortskirche weiterhin die Betreuung junger Laoten, die sich zum Priestertum berufen fühlen, als Priorität betrachtet, da die dauerhafte Anwesenheit ausländischer Missionare oder Ordensleute im Land nicht gestattet ist.
Die Redemptoristen pflegen seit Mitte des 20. Jahrhunderts enge Beziehungen zu Laos: Zwischen den 1920er und 1940er Jahren begannen die Ordensleute ihre Missionstätigkeit in Südostasien und gründeten Niederlassungen in Vietnam, Kambodscha und Thailand. Insbesondere von Thailand aus unterstützten die Redemptoristen die kleine laotische katholische Gemeinde und trugen zur Ausbildung junger Männer bei, die sich zum Ordensleben und Priesteramt berufen fühlten und ins Seminar eintraten.
Fast zwei Jahrhunderte nach der Ankunft des Evangeliums zählt die katholische Kirche in Laos laut Päpstlichem Jahrbuch 2025 heute etwa 53.000 Gläubige und ist in vier Apostolische Vikariate unterteilt: Vientiane, Thakhek, Pakse und Luang Prabang. Jedes dieser Vikariate verfügt über kleine Pfarreien und Gemeinden, die zum Teil in den entlegensten Dörfern verstreut sind. Die laotische katholische Gemeinde wird von etwa 30 Diözesanpriestern und 26 Ordenspriestern betreut und zählt rund 50 Seminaristen (im Priesterseminar und im Kleinen Seminar). Ein lokaler Frauenorden (Kongregation der Kreuzliebenden Schwestern) und zwölf internationale Ordensgemeinschaften sind im Land tätig und umfassen zusammen etwa 150 Ordensleute.
Ein Zeichen der Wiederbelebung der katholischen Gemeinde und der besonderen Förderung neuer Berufungen zum Ordensleben war – nach einer langen Zeit der Stagnation – die Priesterweihe von Sophone Vilavongsy, einem Priester der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, in Vientiane im Jahr 2005. Dies war die erste Priesterweihe der katholischen Kirche in Laos seit 1975, als die kommunistische Pathet-Lao-Bewegung die Macht im Land übernahm. Seitdem hat die kommunistische Regierung religiöse Aktivitäten eingeschränkt, die Ausweisung aller ausländischen Missionare angeordnet und der katholischen Kirche keine Genehmigung für die Durchführung neuer Priesterweihen vor Ort erteilt.
Die letzten Priesterweihen in Laos fanden 2018 statt, als vier neue Priester in der Kathedrale St. Louis in Takhek geweiht wurden.
Heute stellt die christliche Gemeinschaft in Laos (zu der katholische, protestantische, adventistische, baptistische und andere Konfessionen gehören) bei einer Gesamtbevölkerung von rund 7,5 Millionen, von denen die Mehrheit Buddhisten sind, etwa 1,5 % der Bevölkerung dar.
(PA) (Fides 20/4/2026)