AICU
Neu-Delhi (Agenzia Fides) – „Als indische Christen unterstützen wir von ganzem Herzen den Aufruf des Heiligen Vaters zu einem Waffenstillstand, zum Dialog und zur Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten. Die Stimme des Papstes, die im Evangelium des Friedens und der Barmherzigkeit wurzelt, ist in diesen turbulenten Zeiten ein moralisches Gebot für die gesamte Menschheit“, so Elias Vas, Präsident der „All India Catholic Union“ (AICU), dem größten nationalen Dachverband katholischer Laien in Asien, gegenüber Fides. „Frieden ist das höchste Gut der Menschheit, die Grundlage für eine prosperierende Zukunft“, betonte er.
Die AICU, eine 1919 gegründete Organisation mit 120 Diözesanniederlassungen im ganzen Land und 16 Millionen Mitgliedern, bekundet ihre Solidarität und Unterstützung für den Aufruf von Papst Leo XIV. zu einem sofortigen Ende des verheerenden Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Israel mit dem Iran und dem Libanon. Die Auswirkungen des Krieges, so der AICU-Präsident, „wirken sich weltweit aus und beeinträchtigen durch die Blockade der Straße von Hormus die Energiemärkte und den Welthandel sowie die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität – alles Faktoren, die auch Indien betreffen.“ Die AICU ruft die Regierungen deshalb dazu auf, „den weltweiten Chor der Stimmen zu hören, die zum Frieden aufrufen und von religiösen Führern, der Zivilgesellschaft und einfachen Bürgern kommen.“
In Indien gibt es eine breite Friedensbewegung, an der sich Vertreter verschiedener Religionen beteiligen. Das anhaltende Engagement der indischen Kirche für die „Förderung interreligiöser Harmonie und die Stärkung gemeinsamer spiritueller Bemühungen um den Weltfrieden“, so die Katholische Bischofskonferenz Indiens (CBCI), wurde kürzlich in Delhi im Rahmen der Veranstaltung „Shanthi Sabha – Multireligiöse Versammlung für den Frieden“ zum Ausdruck gebracht. Sie brachte Vertreter der christlichen, hinduistischen, muslimischen, buddhistischen, jainistischen, Bahai- und zoroastrischen Gemeinschaften zusammen, die angesichts der zahlreichen Konflikte und Kriege weltweit gemeinsam für Frieden, Versöhnung und Harmonie beteten.
Erzbischof Anil Joseph Couto, Generalsekretär der CBCI, entzündete eine traditionelle Lampe und sang mit den Vertretern der anderen Religionen ein traditionelles „Bhajan“-Gebet als Zeichen des gemeinsamen Friedenswunsches. Anschließend sprachen die Teilnehmer gemeinsam das Gebet des heiligen Franz von Assisi: „Herr, mach mich zu einem Werkzeug des Friedens“ und hielten dabei brennende Kerzen in den Händen. Die Versammlung der Religionsführer will außerdem eine „globalen Friedensresolution“ veröffentlicht, die Regierungen, Institutionen und der internationalen Gemeinschaft vorgelegt werden soll, als Zeichen des Friedenswunsches, der „von der Basis“ und aus der der Zivilgesellschaft kommt.
(PA) (Fides 17/4/2026)