Macau (Fides) – Am Freitag, den 23. Januar wird in der Kathedrale, die der Geburt Mariens geweiht ist, eine feierlicher Gottesdienst stattfinden, mit dem das Programm der Feierlichkeiten und Initiativen anlässlich des 450-jährigen Bestehens (1576-2026) der Diözese Macau eröffnet wird. Das Festprogramm umfasst die neun Pfarreien, in denen am Freitag auch die „Lux Vera” entzündet wird und eine Gebetswache stattfindet. Das Jubiläumsjahr zum 450-jährigen Bestehen der Diözese endet am 23. Januar 2027.
Macau spielte eine Schlüsselrolle bei der Evangelisierung des Fernen Ostens: als Brücke zwischen Ost und West, als treibende Kraft für karitative Werke und als Impulsgeber für entscheidende Initiativen im Bereich Bildung und Kultur.
Während des Jubiläumsjahres können Pilger, die zur Pfarrei „St. Joseph“ des Diözesanseminars pilgern, unter Erfüllung der traditionellen Bedingungen den von der Apostolischen Pönitentiarie gewährten vollkommenen Ablass erhalten.
Der Hirtenbrief, den der Bischof von Macau zum 450-jährigen Jubiläum der Gründung der Diözese verfasst hat, trägt den Titel „Von Macau in die Welt: 450 Jahre Mission und Barmherzigkeit – Die Vergangenheit ehren, die Zukunft gestalten; Das Erbe bezeugen, Mission in der Welt“. In dem Text zeichnet Bischof Lee die Geschichte der Diözese Macao nach und drückt seine Dankbarkeit gegenüber den Missionaren und all jenen aus, die den Glauben der Apostel von Generation zu Generation bewahrt und weitergegeben haben.
Vor 450 Jahren, so heißt es in dem Dokument, „veröffentlichte Papst Gregor XIII. die Bulle „Super Specula Militantis Ecclesiae“, mit der die Diözese Macao offiziell gegründet wurde. Seitdem hat sich Macao zu einem wichtigen Zentrum der Evangelisierung im Fernen Osten entwickelt. Zahlreiche Diözesanpriester, Missionare aus verschiedenen Regionen, Männer- und Frauenorden und Institute des geweihten Lebens – insbesondere die Missionare, die einst von Portugal aus in den Orient aufbrachen – haben Macao als Ausgangspunkt genommen, um das Evangelium auf dem chinesischen Festland, in Japan, Korea und verschiedenen Regionen Südostasiens, darunter Singapur, Malakka und Osttimor, zu verkünden”.
Die Feiern zum 450-jährigen Jubiläums der Diözese dient nicht dazu, „vergangene Ruhmestaten zu verherrlichen, sondern in Christus den Weg zu erkennen, den wir gehen müssen“. „Es ist ein Akt der Erinnerung (Anamnesis), in dem wir Gott für sein Heilswerk danken“, so der Bischof.
Bei der Eröffnungsfeier werden am Freitag auch die Gedenkbriefmarken zum Jubiläum vorgestellt. Mitte des Jahres wird das Katholische Zentrum eingeweiht, das der neue Bezugspunkt der Diözese sein wird und zwei Sonderausstellungen beherbergen wird: „Über die Vergangenheit nachdenken, die Zukunft gestalten“ und „Das Erbe bezeugen, die Welt evangelisieren“. Am 28. November findet das Festival zum Tag der Familie der Diözese „Gemeinsam als Familie wachsen“ statt und am 5. Dezember das Jugendtreffen: „Gemeinsam gehen, neu aufbrechen“.
Im zweiten Quartal stehen das Symposium „Katholische Bildung – gestern, heute und morgen“ und eine Podiumsdiskussion der Schulleiter im Rahmen des akademischen Austauschs auf dem Programm.
Seit ihrer Gründung werden in der die Diözese Macao die Heilige Katharina von Siena und der Heiligen Franz Xaver als Schutzpatrone verehrt, wodurch sich der missionarischen Charakter und ihre Berufung zum kulturellen Austausch und zur Förderung moralischer Tugenden, Eigenschaften, die sich auch im Motto der Diözese „Scientia et Virtus” (Wissenschaft und Tugend) widerspiegeln.
Heute umfasst die Diözese 9 Pfarreien, 28 Bildungseinrichtungen, Caritas-Zentren und einen Verlag, der sich auch mit Kommunikation befasst. Über 70 Priester und Seminaristen sowie etwa 130 Ordensschwestern bieten den rund 30.000 Getauften seelsorgerische Begleitung.
(NZ) (Fides 22/1/2026)