Kinshasa (Fides) – Mindestens fünf Menschen sind am 13. Januar bei einem Überfall auf das Dorf Mausa in der Region Lukono mit der Hauptstadt Baswagha im Gebiet Lubero (Provinz Nordkivu) ums Leben gekommen, der den Dschihadisten der Alliierten Demokratischen Kräfte (ADF) in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo zugeschrieben wird.
Nach Angaben von Quellen aus der Zivilgesellschaft haben die Angreifer nicht nur mindestens fünf Einwohner getötet, sondern auch mehrere Häuser und die Kirche der Kimbanguisten von Mausa niedergebrannt und das Dorf teilweise zerstört. Darüber hinaus werden noch mehrere Dorfbewohner vermisst.
Seit über einem Jahr war Mausa nicht mehr angegriffen worden. Die lokale Bevölkerung beklagt die mangelnde Wirksamkeit des Schutzes durch die kongolesischen Streitkräfte, die nicht auf den Alarm reagiert haben, den sie vor dem Angriff auf das Dorf ausgelöst hatten. Auch die „Wazalendo“-Kämpfer der Selbstverteidigungsmiliz, stehen zunehmend in der Kritik, weil sie den Angriff nicht verhindert haben und für die lokale Bevölkerung eher eine Belastung als ein wirksamer Schutz vor den Überfällen der verschiedenen bewaffneten Gruppen sind, die in der Provinz aktiv sind.
Ein großer Teil der kongolesischen Provinz Nordkivu, einschließlich der Hauptstadt Goma, befindet sich in den Händen der von Ruanda unterstützten M23-Bewegung, die seit Anfang letzten Jahres eine Offensive gestartet hat, die zu bedeutenden territorialen Eroberungen in Nord- und Südkivu geführt hat.
Die ADF hingegen ist eine Gruppe ugandischer Herkunft, die seit Jahrzehnten in Nordkivu ansässig ist und im Laufe der Jahre eine Reihe von Veränderungen durchlaufen hat (vgl. Fides 24/6/2023), bis sie sich schließlich dem Islamischen Staat angeschlossen hat und ihre Zugehörigkeit zur Provinz des Islamischen Staates im Kongo (ISCAP) bekräftigt hat.
(L.M.) (Fides 15/1/2026)