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von Monika Schiefer
Aachen (Fides) – Die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit steht im Fokus der 68. Aktion Dreikönigssingen 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Aktion bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind.
Kinderarbeit ist international verboten, die Zahl arbeitender Kinder war zuletzt rückläufig. Doch immer noch müssen 138 Millionen Kinder weltweit arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gefährlichen, gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie sensibilisieren vor Ort Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen.
„Kinderarbeit ist aber kein Schicksal, sondern die Folge politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen“, so Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, in einem Statement zum internationalen Tag der Kinderrechte, „Ich appelliere daher an die politisch Verantwortlichen in Deutschland, in Europa und auf der ganzen Welt: Sorgen Sie dafür, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt gewahrt werden.… Setzen Sie sich wie die Sternsinger dafür ein, dass Kinder zur Schule gehen können und nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden“.
Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind jedes Jahr rund um den 6. Januar bundesweit etwa 300.000 Sternsinger unterwegs. In 7.622 katholischen Pfarrgemeinden bringen sie als Heilige Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+B+M“ den Segen „Christus mansionem benedictat- Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt.
Seit dem Start 1959 werden mit den Mitteln aus der Solidaritätsaktion des Kindermissionswerks von Kindern für Kinder Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
In diesem Jahr feiert das Sternsingen ein besonderes Jubiläum: Vor zehn Jahren, am 4. Dezember 2015, wurde das Sternsingen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen (vgl. Fides 18/12/2015). „Die Sternsingeraktion ist nach wie vor eine Aktion, die Kinder begeistert. Hier können sie sich selbst für eine bessere Welt einsetzen. Sie bringen den Segen und werden zu einem Segen für andere Kinder“, sagt Pfarrer Bingener.
Eine Delegation von Weihnachtsliedersängern aus dem Bistum Münster nahm am Donnerstag, dem 1. Januar, an der Neujahrsmesse mit Papst Leo XIV. im Petersdom teil. Neunzehn weitere Weihnachtsliedersänger aus Österreich, der Schweiz, Italien, der Slowakei und Ungarn waren am Neujahrstag im Vatikan anwesend.(Fides 01/01/2026)
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