photo Natale Scarpitta
Vatikanstadt (Fides) — Papst Leo XIV. hat Schwester Mary Teresa Barron, Generaloberin der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln, zur stellvertretenden Sekretärin des Dikasteriums für die Evangelisierung in der Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen ernannt und ihr gleichzeitig das Amt der Präsidentin der Päpstlichen Missionswerke übertragen. Sie wird ihr neues Amt am 4. Januar 2027 antreten.
Heute gegen 12 Uhr, vor dem Angelusgebet, wurde Schwester Mary Teresa Barron der Arbeitsgemeinschaft des Missionsdikasteriums im Palazzo di Propaganda Fide vorgestellt.Schwester Mary Teresa Barron wurde am 7. November 1968 in Donegal, Irland, geboren und erwarb einen Master-Abschluss in „Public Healthcare Administration“ am Institute for Public Administration in Dublin sowie einen Master-Abschluss in „International Development“ am Kimmage Institute in Dublin. Seit 2018 ist sie Generaloberin der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln; von 2022 bis 2025 war sie Präsidentin des Service of Documentation and Study on Global Mission (SEDOS) und der Internationalen Union der Generaloberinnen (UISG), in Rom von 2023 bis 2025, wie aus dem offiziellen Lebenslauf hervorgeht, der der Ernennung beigefügt ist.Missionarische Erfahrung, der Dialog zwischen den Kulturen und die Verbindung zwischen Synodalität und Verkündigung des Evangeliums ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre öffentlichen Äußerungen.
In einem Interview mit der spanischen Wochenzeitschrift „Vida Nueva“, das am 10. Januar 2025 veröffentlicht wurde, betonte sie, wie wichtig es sei, in verschiedenen kirchlichen Kontexten gelebt und gearbeitet zu haben und mit „der Kirche und den Völkern verschiedener Kontinente“ in Kontakt zu stehen. Eine Erfahrung, die sie als „äußerst wichtig für jede Rolle in der Kirche mit weltweiter Tragweite“ betrachtete. Als sie bei dieser Gelegenheit gefragt wurde, was die Zugehörigkeit zu einer Missionskongregation in ihrem Werdegang und dem von Schwester Simona Brambilla, die gerade zur Präfektin des Dikasteriums für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens ernannt worden war, gemeinsam haben könnte, erklärte sie: „Ich glaube, dass eine missionarische Perspektive und ein missionarisches Verständnis in einer synodalen Kirche sehr wichtig sind, denn die Erfahrung lehrt uns, Vielfalt als Reichtum zu schätzen und zu bewahren.“
Sie fügte hinzu, dass „der missionarische Geist oft inklusiv ist und gerne zum Dialog einlädt“ – wichtige Eigenschaften in den Beziehungen zu Menschen aus aller Welt.Die Verbindung zwischen Mission und Synodalität stand bereits im Mittelpunkt ihrer Ausführungen zum Abschluss der Synodenversammlung über die Synodalität im Oktober 2024.
In einem Interview mit iCatholic erinnerte Schwester Barron bewegt an einen Prozess, an dem sie seit dessen Beginn drei Jahre zuvor teilgenommen hatte. Sie zeigte sich zufrieden mit dem Abschlussdokument, das sie als Unterstützung dafür betrachtete, „als Kirche diesen synodalen Weg fortzusetzen“. Auf die Frage nach den Perspektiven für den irischen synodalen Weg hin wies sie auf die „missionarische Ausrichtung“ als eine der Stärken des Dokuments hin. Die Herausforderung, so erklärte sie, bestehe darin, missionarische Jünger auszubilden und den Menschen zu helfen, den Glauben im Alltag zu leben: „Der Glaube ist kein Sonntagsereignis; er ist etwas, das wir jeden Tag leben.“ Es gehe darum, die Liebe Christi in den Alltag zu tragen und sie zu teilen. Sie verwies auch auf den Raum, der der Familie als Hauskirche eingeräumt wurde, und sah darin eine Einladung zu einer stärker missionarischen Präsenz in der Gesellschaft.Am 19. März 2026 kam Schwester Barron in einem gemeinsamen Interview mit Pater François Marie Hervé du Penhoat, dem Generaloberen der Gesellschaft der Afrikamissionen, für Vatican News erneut auf die neuen Formen der missionarischen Präsenz zu sprechen. Die beiden Kongregationen feierten unter anderem das 150-jährige Gründungsjubiläum der Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln und das 170-jährige Jubiläum der Gesellschaft der Afrikamissionen. „Die Kirche wird synodaler.
Dieser missionarische Geist ist von grundlegender Bedeutung“, erklärte sie. „Heute könnte unsere Antwort die Begleitung von Migranten, von Frauen, die Opfer von Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung sind, sowie ein verstärktes Engagement in der Sozialpastoral umfassen, auch wenn unsere traditionellen Apostolate im Gesundheits- und Bildungswesen nach wie vor von wesentlicher Bedeutung sind.“ Sie erinnerte zudem an die internationale Dimension der Kongregation, die Schwestern aus 21 Ländern vereint, und an die Bedeutung, untereinander einen familiären Geist zu pflegen.Die Aufmerksamkeit für Menschen, die unter Ausbeutung leiden, ist eines der Anliegen, die ihr am Herzen liegen, wie ihre Botschaft an die Teilnehmer eines Gebetsmarathons gegen den Menschenhandel bezeugt, der 2025 von der UISG und der Union der Generaloberen organisiert wurde.
„Unsere Gebete sind heute nicht nur Worte. Sie sind auch eine Aufforderung zum Handeln“, betonte sie und lud dazu ein, in Solidarität mit den Opfern zu gehen und sich vom Mut der Überlebenden inspirieren zu lassen. Während der Neuntagefeier nach dem Tod von Papst Franziskus am 3. Mai 2025 in der Petersbasilika hatte sie schließlich im Namen der geweihten Frauen die Verpflichtung zum Ausdruck gebracht, eine Mission der Nähe fortzusetzen: „Die Liebe unseres gütigen Schöpfergottes zu den Leidenden zu sein, das Feuer zu sein, das andere Feuer entzündet.“ Eine Mission, die auf den Aufruf des Evangeliums zurückging, den Menschen entgegenzugehen, um jenen zu dienen, jene zu heilen und jene zu begleiten, die am meisten in Not sind.
(Fides, 8/10/2026)