AMERIKA/MEXIKO - Priester in der Diözese Huejutla erschossen

Freitag, 18 September 2026

Mexiko-Stadt (Fides) Pater Román de la Cruz Hernández, 48 Jahre alt, ist erschossen worden; seine Leiche wurde an der Straße Tolago-Tetlapaya an der Grenze zwischen den Gemeinden Lolotla und Tlanchinol im Bundesstaat Hidalgo in Zentralmexiko aufgefunden.

Die Polizei hatte einen Hinweis auf den Fund einer Leiche an diesem Straßenabschnitt erhalten. Als die Beamten am Tatort eintrafen, stellten sie fest, dass der Mann keine Lebenszeichen mehr aufwies und mehrere Schussverletzungen erlitten hatte. Das Opfer wurde anschließend als Román de la Cruz Hernández identifiziert, Pfarrer von Santa Cruz und Priester der Diözese Huejutla.

In der Nähe des Fundortes wurde ein weinroter Toyota Tacoma Pick-up mit einem Kennzeichen aus Baja California sowie ein Pappschild sichergestellt, auf dem offenbar eine Drohbotschaft stand. Die Behörden haben jedoch weder den Inhalt dieser Botschaft veröffentlicht noch ein mögliches Motiv für den Mord genannt.

Die Ermordung des Priesters hat in der mexikanischen Kirche große Bestürzung ausgelöst. In einer Erklärung schloss sich die Mexikanische Bischofskonferenz (CEM) Bischof José Hiraís Acosta Beltrán von Huejutla, den Priestern, den Mitgliedern der Institute des geweihten Lebens und der gesamten Diözesangemeinschaft an und forderte die Behörden auf, „eine gründliche Untersuchung durchzuführen, um diese Ereignisse aufzuklären und sicherzustellen, dass rasch Gerechtigkeit geübt wird“.

Die Botschaft ist unterzeichnet von Ramón Castro Castro, Bischof von Cuernavaca und Vorsitzender der CEM, sowie von Héctor M. Pérez Villarreal, Weihbischof von Mexiko und Generalsekretär.

Auch der Bischof von Huejutla, José Hiraís Acosta Beltrán, forderte die Gläubigen auf, jegliche Spekulationen zu vermeiden, „damit die zuständigen Behörden ihre Ermittlungen durchführen und Informationen zu dieser Tragödie vorlegen können“

„Angesichts des alarmierenden Ausmaßes der Gewalt in unserem Land“, so der Bischof, „fordern wir die Behörden dringend auf, eine gründliche Untersuchung durchzuführen und die Täter dieses Mordes, der sich in unserer Diözese ereignet hat, der Justiz zu überstellen. Wir fordern, dass dieses Verbrechen – und alle anderen Verbrechen, die unsere Nation heimgesucht haben – nicht ungestraft bleiben.“

Die Pfarrei Santa Cruz, in der Pater Román de la Cruz Hernández tätig war, ist eine etwa 1.500 Einwohner zählende Gemeinde in der Gemeinde Huejutla.

Das Gebiet liegt in einer Region, die von Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Gruppen um die Kontrolle des illegalen Kraftstoffhandels geprägt ist. Zudem hatte die Diözese Huejutla am 14. August Alarm geschlagen, nachdem einige Kriminelle die Telefone mehrerer Priester gehackt hatten und, indem sie sich als diese ausgaben, versucht hatten, Geld von den Gemeindemitgliedern zu erpressen.

Pater Román de la Cruz Hernández wurde am 28. Juli 1978 in Mazahuacán, in der Gemeinde Lolotla, im Bundesstaat Hidalgo geboren. Er wurde am 18. Dezember 2006 zum Priester geweiht und war seit September 2024 der erste Diözesanpfarrer der Gemeinde Santa Cruz in Huejutla de Reyes in der Region Huasteca. Außerdem hatte er die Kommission für prophetische Seelsorge der Diözese Huejutla geleitet.

(L.M.) (Fides 18/9/2026)


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