Chavara Cultural Centre
New Delhi (Fides) – Christliche Feste seien in Indien „ist eine wertvolle Gelegenheit zum interreligiösen Dialog und auch für die Neuevangelisierung“, erklärt Schwester Lissy Maruthanakuzhy, eine indische Ordensschwester der Kongregation der Töchter des heiligen Paulus, gegenüber Fides und im Hinblick auf über die Erfahrungen der katholischen Glaubensgemeinschaft in Indien. „Die Feiern sollten nicht nur in Gotteshäusern, sondern auch in öffentlichen und kulturell neutralen Räumen organisiert werden, damit Menschen aller Glaubensrichtungen frei daran teilnehmen können“, wünscht sie.
Die Ordensschwester berichtet von der Feier des „Asha Ka Mahotsav“ („Ostern, Fest der Hoffnung“), das von katholischen Gläubigen in Delhi organisiert wurde und ein Kulturfestival im „Chavara Cultural Centre“ der Hauptstadt umfasste, das auch während der Osterzeit Veranstaltungen anbietet. Die Bedeutungen und Inhalte von Ostern werden auf kreative Weise durch kurze Theateraufführungen, Straßentheater, Musik, Tanz und bildende Kunst vermittelt, die „Frieden, Hoffnung, Vergebung und neues Leben darstellen und so die Botschaft der Auferstehung für alle zugänglich machen“, betont sie.
„Durch diese kreativen Ausdrucksformen wird Ostern zu einem lebendigen öffentlichen Fest, bei dem der Glaube freudig verkündet und mit allen geteilt wird, und dieses Fest der Hoffnung findet weiterhin Widerhall in der Gesellschaft, auch unter Nichtchristen“, bestätigt auch Pater Roby Kannamchirayil von den Karmeliten der Unbefleckten Empfängnis Mariens (CMI), Direktor des „Chavara Cultural Center“ in Delhi, der seit 12 Jahren Ostern mit interreligiösen Initiativen feiert und auch in der Osterzeit weiterhin Gläubige aller Religionen zusammenbringt.
„Ostern verkündet den Sieg des Lebens über den Tod, der Liebe über die Angst und den Sieg der Versöhnung über die Spaltung. In einer pluralistischen Welt bietet Ostern eine großartige Gelegenheit, den christlichen Glauben durch Einheit, Offenheit und Dialog zu bezeugen, indem gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen gefördert werden und eine Plattform für Frieden und Harmonie geschaffen wird“, erklärte Pater Roby gegenüber Fides über die Aktivitäten im Kulturzentrum Chavara.
Der Ordensmann spricht mit Blick auf das Jahr 2033, das Jahr des großen Jubiläums des Christentums, zum Gedenken an die 2000 Jahre seit der Auferstehung Jesu: „Stellen wir uns vor, dass dies zu einem weltweiten Fest wird, bei dem jedes christliche Land Ostern als Fest des Glaubens aller Christen feiern kann, das mit Menschen anderer Religionen durch kulturelle Ausdrucksformen des Glaubens, der Hoffnung und der Geschwisterlichkeit freudig geteilt wird. Solche gemeinsamen Feiern können zu einem kraftvollen Zeugnis für Einheit in der Vielfalt, für Dialog und friedliches Zusammenleben werden.“
(PA) (Fides 14/4/2026)