Freetown (Fides) – „Wir verurteilen mit Nachdruck die Angriffe auf Geistliche und Ordensleute sowie die Plünderung von Missionsstationen in unseren Diözesen“, heißt es in einer Erklärung der Bischöfe von Sierra Leone nach einem neuen Gewaltakt, dessen Opfer ein Priester aus Sierra Leone wurde.
Am 27. Januar wurde James Joshua Jamiru von einer Person angegriffen, die in das Pfarrhaus der Marienkirche in Pendembu in Upper Bambara eingedrungen war.
Bei dem Angriff erlitt der Priester, der Pfarrer der Kirche ist, in der er angegriffen wurde, Verletzungen an Händen, Kopf und beiden Knien.
Der Angreifer wurde anschließend von der Polizei festgenommen. In ihrer Erklärung bringen die Bischöfe ihre „tiefe Besorgnis und Solidarität angesichts der häufigen Angriffe auf unsere Priester, unsere Ordensleute und der Plünderung von Missionsstationen“ zum Ausdruck.
Die Bischöfe erinnern daran, dass im August ein weiterer Pfarrer nach einem Überfall in seinem Haus getötet wurde. Es handelt sich um Augustine Dauda Amadu, Pfarrer der Kirche der Unbefleckten Empfängnis in Kenema, der in der Nacht des 30. August bei einem Überfall auf sein Haus getötet wurde (vgl. Fides 2/9/2025).
Sechs Personen wurden wegen des Mordes angeklagt. Nach Ermittlungen der Polizei waren sie mit einer selbstgebauten Pistole bewaffnet in das Pfarrhaus eingedrungen, um dem Priester einen Laptop im Wert von 350 Dollar und 5.000 Sierra-leonische-Leone in bar zu rauben.
In den sechs Monaten, die seit der Ermordung von Pfarrer Amadu bis Verwundung von Pater Jamiru vergangen sind – so betonen die Bischöfe – sei eine Zunahme von Diebstählen und Raubüberfällen auf kirchliche Einrichtungen und Mitarbeiter zu verzeichnen gewesen.
Nachdem sie ihre „unerschütterliche Solidarität mit den Priestern, Ordensleuten und Laien bekräftigt haben, die durch bewaffnete Raubüberfälle, das Eindringen in ihre Wohnungen und die systematische Plünderung des Eigentums der Missionen, das für den Dienst an den Armen und Bedürftigen bestimmt ist, traumatisiert sind”, erklären die Bischöfe, dass „es Zeit ist, Schluss zu machen”. Die Erklärung schließt mit der Aufforderung an die Polizeibehörden, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Gewalttaten zu verhindern.
(L.M.) (Fides 5/2/2026)