AFRIKA/D.R. KONGO - Widersprüchliche Berichte über die angebliche Ermordung des ehemaligen Präsidenten Kabila in Uvira

Mittwoch, 28 Januar 2026

Kinshasa (Fides) – In den letzten Tagen kursierten Gerüchte über die angebliche Ermordung des ehemaligen kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila.
Nach Informationen, die Fides vorliegen, soll der ehemalige kongolesische Präsident Joseph Kabila am 25. Januar bei einer Explosion in dem Gebäude ums Leben gekommen sein, in dem er sich zu einem Treffen mit Vertretern der Guerillagruppe M23 in Kalundu, einer der drei Gemeinden von Uvira in der kongolesischen Provinz Südkivu im Osten des Landes, aufhielt.
Bei der Explosion, die entweder auf eine im Gebäude platzierte Bombe oder auf einen schweren Drohnenangriff der kongolesischen Armee zurückgeführt wird, sollen neben Kabila etwa vierzig Menschen ums Leben gekommen sein, darunter einige hochrangige Kommandeure der M23.
Keine offizielle Quelle hat die Tötung des ehemaligen kongolesischen Präsidenten bisher bestätigt, während ihm nahestehende soziale Netzwerke seinen Tod dementieren und behaupten, Kabila sei „lebendig und wohlauf”. Fides-Quellen aus Uvira berichten, dass die lokale Bevölkerung weiterhin von der Tötung Kabilas überzeugt ist, da das Rote Kreuz nicht vor Ort eingetroffen ist und die Leichen der Opfer von Männern der M23 geborgen wurden. Außerdem soll die Frau des ehemaligen Präsidenten die Herausgabe der sterblichen Überreste ihres verstorbenen Mannes fordern.
Nach Informationen, die Fides vorliegen, gibt es verschiedene Versionen über die Explosion, bei der Kabila ums Leben gekommen sein soll. Die erste berichtet von einer versehentlichen Explosion einer Bombe, die von denselben Personen manipuliert worden sein soll, die dann ums Leben kamen. Die zweite Version spricht von einem Bombenangriff einer Drohne der kongolesischen Streitkräfte (Forces Armées de la République Démocratique du Congo, FARDC), die von Corneille Nangaa, dem Vorsitzenden des politischen Flügels der M23, der „Alliance du Fleuve Congo“ (AFL), den Hinweis auf das zu treffende Gebäude erhalten hätten. Dieser Rekonstruktion zufolge soll es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Nangaa und Kabila gekommen sein, der sich der M23/AFL so sehr angenähert hatte, dass er von der kongolesischen Justiz in Abwesenheit wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden war. Nangaa, der an dem Treffen teilnehmen sollte, sei nicht erschienen. Auch die dritte Version stützt die These einer internen Auseinandersetzung, da sie behauptet, die Explosion sei auf eine im Gebäude platzierte Zeit- oder Fernzündungsbombe zurückzuführen.
Il contesto del presunto attentato (la prudenza rimane d’obbligo) vede i ribelli dell’M23 in ritiro dalla città di Uvira e che l’avevano conquistata il 10 dicembre (vedi Fides 15 e 17 dicembre 2025). Secondo le fonti locali il ritiro dell’M23 sarebbe direttamente legato al colpo inferto con la morte di oltre 40 comandanti e quadri della formazione guerrigliera, oltre che dell’ex Presidente.
Unterdessen scheinen sich die Rebellen der M23 aus der Stadt Uvira zurückzuziehen, die sie am 10. Dezember erobert hatten (vgl. Fides 15. und 17. Dezember 2025). Laut lokalen Quellen steht der Rückzug der M23 in direktem Zusammenhang mit dem Schlag, der ihnen mit dem Tod von über 40 Kommandanten und Führungskräften der Guerillagruppe sowie des ehemaligen Präsidenten versetzt wurde.
(L.M.) (Fides 28/1/2026)


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