ASIEN/PAKISTAN - Katholisches Krankenhaus eröffnet erstes Tagezentrum für Palliativpflege in Pakistan

Donnerstag, 15 Januar 2026 gesundheitswesen   krankheiten  

St Elisabeth Hospital

Hyderabad (Fides) – Das neue Tageszentrum für Palliativpflege im „St. Elizabeth Catholic Hospital“ in der Stadt Hyderabad in der pakistanischen Provinz Sindh im Süden des Landes will Krebspatienten und unheilbar Kranken in Pakistan einen Ort bieten, an dem sie Pflege, Schmerzlinderung und Trost finden. Es ist die erste Einrichtung dieser Art in Pakistan.
Die Initiative wurde von den religiösen und zivilen Behörden gewürdigt. An der Einweihungsfeier und Segnung des Zentrums am 12. Januar nahmen der Apostolische Nuntius in Pakistan, Erzbischof Germano Penemote, und Vorsitzender der Pakistanischen Bischofskonferenz, Bischof Samson Shukardin von Hyderabad, teil. Neben ihnen waren unter den zahlreichen anwesenden Würdenträgern auch der christliche Vizepräsident der Provinzversammlung von Sindh, Anthony Naveed, und unter den Diplomaten der ungarische Botschafter in Pakistan, Zoltán Varga, anwesend, da die Initiative dank der Unterstützung der ungarischen Regierung sowie einiger Wohltäter in Australien und Großbritannien realisiert werden konnte.
„Es handelt sich um eine Initiative, die darauf abzielt, die Gesundheitsdienste zu stärken, die in unserem Krankenhaus untrennbar mit dem Geist des Mitgefühls verbunden sind“, erklärt Pater Robert McCulloch, australischer Missionar der Gesellschaft von St. Columban und Mitglied des Verwaltungsrats des Krankenhauses, gegenüber Fides. „Dieses Zentrum stellt einen grundlegenden Wendepunkt in der Gesundheitsversorgung in Pakistan dar. Es ist für Krebspatienten bestimmt. Die Krebsbehandlung ist für die Bevölkerung Pakistans zu teuer. Die katholische Kirche in Pakistan reagiert direkt auf diesen Bedarf durch das St. Elizabeth-Krankenhaus. Die Betreuung in diesem Tageszentrum für Palliativmedizin ist kostenlos, genau wie unser häuslicher Palliativpflegedienst“. „Das Zentrum“, erklärt er, „wird durch einen Behandlungsplan und persönliche Betreuung der Patienten eine mitfühlende Begleitung gewährleisten, um Krebspatienten ihre Würde zurückzugeben, ganz im Sinne des traditionellen Engagements der christlichen Gesundheitseinrichtungen in Pakistan“. „Natürlich“, betont Pater McCulloch, „werden Patienten aller Kulturen, Ethnien und Religionen aufgenommen, und dieser Dienst wird somit auch einen positiven Einfluss auf die Förderung der interreligiösen Harmonie in der Region haben.“
Der Geistliche bedankt sich besonders bei Eric Siraj, dem Verwalter des St. Elizabeth-Krankenhauses, und seinem Team „für ihre unermüdlichen Bemühungen, das Projekt zum Wohle der pakistanischen Bevölkerung zu verwirklichen“.
In den vergangenen Jahren hatte das „St. Elizabeth Hospital“ mit einer bahnbrechenden Initiative einen häuslichen Palliativdienst für Krebspatienten getestet, der bei der Bevölkerung in der Region Hyderabad auf große Resonanz stieß. Diese Patienten sind oft ans Haus gefesselt und verbringen den letzten Abschnitt ihres Lebens in Schmerzen und Qualen. Das Gesundheitssystem in Pakistan sieht keine speziellen Behandlungen oder Dienstleistungen für sie vor, es gibt keinen Dienst zur Linderung ihrer Leiden, und es sind die Familien, die die hohen Kosten für die Schmerzlinderung tragen müssen. Angesichts des Erfolgs des häuslichen Dienstes und des steigenden Bedarfs wurde beschlossen, den Bau einer Tagesklinik innerhalb des Krankenhauses zu planen. Die Finanzierung der Einrichtung und der Geräte wurde durch die Unterstützung des Programms der gemeinnützigen Organisation „Hungary Helps“ ermöglicht, einem Programm der ungarischen Regierung, das über 450 Entwicklungs- und Hilfsprojekte für benachteiligte Gemeinschaften in über 60 Ländern weltweit unterstützt.
Das katholische Krankenhaus, das nach der Heiligen Elisabeth von Ungarn benannt ist, wurde 1958 in Hyderabad eröffnet und ist seitdem in der Region tätig, wo es professionelle Gesundheitsversorgung anbietet und eine Ausbildungsstätte für Gesundheitsberufe betreibt.
(PA) (Fides 15/1/2026)


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