Kinshasa (Fides) – Der stellvertretende Kommandant der 33. Militärregion, General Olivier Gasita, der für Operationen und Nachrichtendienst zuständig ist, musste Uvira aufgrund von Protesten gegen ihn verlassen. Er verließ die Stadt in Süd-Kivu gestern, am 9. September, im Morgengrauen.
Am 8. September waren friedliche Demonstrationen organisiert worden, um ihn zum Rücktritt von seinem Amt als Verantwortlicher für Operationen und Nachrichtendienst der 33. Militärregion der kongolesischen Armee (FARDC) zu bewegen. Diese Demonstrationen wurden blutig niedergeschlagen, wobei es Tote und Verletzte gab.
Die Bevölkerung von Uvira macht den General für die Einnahme von Bukavu durch die Rebellen der AFC/M23 verantwortlich (vgl. Fides 17/2/2025), da er deren Aktion erleichtert habe. An der Spitze der Proteste standen die Kämpfer der „Wazalendo“-Miliz, einer lokalen Selbstverteidigungsgruppe, die häufig mit dem Kommando der regulären Streitkräfte in Konflikt gerät und ihnen vorwirft, mit den Rebellen der AFC/M23 und ihren ruandischen Verbündeten unter einer Decke zu stecken.
In einer Mitteilung, die Fides vorliegt, wirft die pro-demokratische Bürgerbewegung „FILIMBI“ aus Uvira den Organisatoren der Demonstrationen vor, „die Zivilbevölkerung als Schutzschild für ihre egoistischen Interessen benutzt zu haben”.
„Die Demonstration hätte gemäß den Anweisungen der Armee, der Wazalendo und der zivilgesellschaftlichen Gruppen, die sie organisiert hatten, stattfinden müssen”, heißt es in der Mitteilung weiter. FILIMBI wirft letzteren vor, „die Bevölkerung benutzt zu haben, um Unruhen zu stiften, indem sie sie den unkontrollierten Elementen der Streitkräfte ausgeliefert haben, die aus nächster Nähe auf wehrlose Zivilisten geschossen haben”. Laut FILIMBI hat die Armee die Verluste unter den Demonstranten heruntergespielt, während sie den Organisatoren der Demonstration vorwirft, aus Angst vor Repressalien nach Bujumbura, der Hauptstadt des benachbarten Burundi, geflohen zu sein.
Uvira ist eine der wenigen Städte in der kongolesischen Provinz Südkivu, die noch von den Regierungstruppen kontrolliert werden, während der Rest der Provinz von den Milizen der AFC/M23 mit Unterstützung des ruandischen Militärs erobert wurde.
(L.M.) (Fides 10/9/2025)