AFRIKA/SÜDAFRIKA - Heftige Schäden: Überschwemmungen in der Region Durban wirken sich auf die gesamte Region aus

Freitag, 20 Mai 2022   caritas   papst franziskus  

Johannesburg (Fides) - Die außergewöhnlichen Regenfälle, die im April die Provinz KwaZulu-Natal im Osten Südafrikas heimsuchten, haben landesweit mehr als 400 Opfer gefordert und zahlreiche Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht. Schwer betroffen war auch die Stadt Durban mit dem größten Hafen in der Region südlich der Sahara und damit Tor zum industriellen Kernland Südafrika ist. Der Hafen musste aufgrund der Schäden seine Aktivitäten einschränken.
Der eingeschränkte Betrieb des Hafens von Durban hat nicht nur schwerwiegende Auswirkungen auf die südafrikanische Wirtschaft (etwa 60 % der südafrikanischen Exporte werden über den Hafen von Durban abgewickelt), sondern auch auf deren Länder. So wurde beispielsweise auch die Ausfuhr von in der Demokratischen Republik Kongo abgebautem Kobalt, die über den südafrikanischen Anlaufhafen abgewickelt werden, unterbrochen. Eine weitere wichtige lokale Infrastruktur, die ebenfalls beschädigt wurde, ist die Raffinerie in Durban, deren Betriebsunterbrechung sich auf die nationale und regionale Wirtschaft auswirkt. Zudem sind schwere Schäden, die durch die Verschmutzung infolge des Auslaufens von Kohlenwasserstoffen aus den beschädigten Lagerstätten entstanden.
Viele Familien wurden durch die Überschwemmungen obdachlos, weshalb die katholische Kirche Hilfsprogramme für die Flutopfer auf den Weg brachte. Mehr als hundert Familien erhielten am 14. Mai von der Caritas Durban gespendete Lebensmittelpakete. Die Übergabe erfolgte durch eine Delegation unter der Leitung des Präsidenten von Caritas Durban, Erzbischof Siegfried Mandla Jwara von Durban, in Begleitung des Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Wells und seines Ersten Sekretärs Prälat Dario Paviša, die drei der von den verheerenden Überschwemmungen betroffenen Gebiete besuchten.
Der Apostolische Nuntius übermittelte die Solidarität des Heiligen Vaters und wies darauf hin, dass Papst Franziskus sein Gebet und seine Anteilnahme an den Ereignissen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten zugesagt habe. Erzbischof Wells erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Zusage des Heiligen Vaters, dass der Globale Süden Hilfe zur Bewältigung der durch Covid-19 verursachten Notlage erhalten wird, und an die Überweisung von Geldern für den Kauf von Nahrungsmittelhilfe durch den Papst, weil ihm die Ernährungssicherheit im südlichen Afrika am Herzen liegt.
(L.M.) (Fides 20/5/2022)


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