AFRIKA/LIBERIA - Katholisches Krankenhaus in Monrovia erhält medizinische Geräte zur Behandlung von Covid 19-Patienten: “Eine wichtige Geste zum richtigen Zeitpunkt”

Dienstag, 21 September 2021   gesundheitswesen   ortskirchen   papst franziskus  

Monrovia (Fides) - "Die von Papst Franziskus gespendeten medizinischen Hilfsgüter waren sehr wichtig für unser Krankenhaus und kamen genau zum richtigen Zeitpunkt. Sein konkretes Beispiel sollte von anderen Verantwortlichen nachgeahmt werden", so Bruder Peter Lansana Dawoh, Direktor des katholischen „Saint Josesph“-Krankenhauses in Monrovia, an das am 25. August durch den Apostolischen Nuntius in Liberia, Erzbischof Dagoberto Campos Salas, eine Reihe von medizinischen Geräten zur Behandlung der COVID-19-Patienten ausgeliefert wurden.
Der Direktor des Krankenhauses sprach mit Fides über die aktuelle Gesundheitslage in dem afrikanischen Land:
Wie viele Fälle von COVID-19 gab es bisher in Liberia?
In Liberia wurden der Weltgesundheitsorganisation zwischen dem 3. Januar 2020 und dem 17. September 2021 insgesamt 5.904 bestätigte Fälle von COVID-19 und 283 Todesfälle gemeldet. Bis zum 3. September 2021 wurden insgesamt 113.680 Impfstoffdosen verabreicht.
Wie waren die Behörden und die katholische Kirche in Liberia mit der Pandemie umgegangen?
Die liberianische Regierung rief über das Gesundheitsministerium den "Notstand" aus, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, und brauchte eine intensive Schulung des Gesundheitspersonals zur Infektionsprävention und Virusbekämpfung auf den Weg. Alle Bürger wurden aufgefordert, sich an die getroffenen Gesundheitsschutzmaßnahmen zu halten: regelmäßige Handhygiene, Abstand, Tragen von Gesichtsmasken bei öffentlichen Versammlungen. Kirchen, Clubs und anderen sozialen Einrichtungen wurden geschlossen. Heute sind wieder Versammlungen mit bis zu 20 Personen erlaubt. Es kam auch zur vorübergehenden Schließung von Schulen, wo heute das obligatorische Tragen von Gesichtsmasken und regelmäßige Handhygiene eingeführt ist.
Die katholische Kirche hat folgenden Maßnahmen zur Pandemiebewältigung auf den Weg gebracht: Stärkung ihrer Krankenhäuser und Kliniken durch regelmäßige Schulungen und Gesundheitserziehung; Zusammenarbeit mit der Regierung und den Behörden bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen; Gesundheitserziehungsprogramme in den Gemeinden und durch Radiosendungen; Bereitstellung und Verteilung von Materialien zur Infektionsprävention und -kontrolle.
Wie ist derzeit die Situation in Ihrem Krankenhaus?
Alle Mitarbeiter des Krankenhauses sind verpflichtet, stets einen Mundschutz zu tragen und regelmäßige Handhygiene zu betreiben. Dank dieser Maßnahmen konnte das Infektionsrisiko im Krankenhaus gesenkt werden. Die meisten der bestätigten Fälle werden von den Ärzten und Krankenschwestern im Krankenhaus behandelt, bis die Gesundheitsbehörden des jeweiligen Distrikts mitteilen, dass ein Platz für die Verlegung in die dortige COVID-19-Behandlungseinheit verfügbar ist.
(L.M.) (Fides 21/9/2021)


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