ASIEN/MYANMAR - Erzbischof Mandalay: "Wir sind Papst Franziskus sehr dankbar. Es ist eine wahre Tragödie“

Montag, 21 Juni 2021 frieden   papst franziskus     gewalt  

Mandalay (Fides) - „Wir sind Papst Franziskus sehr dankbar. Wenn der Papst spricht, fühlen sich die Menschen in Myanmar sehr ermutigt und bewegt. Nicht nur Katholiken, sondern auch Menschen anderer Religionen. Es ist eine sehr wichtige Unterstützung für alle uns, in dieser Tragödie", Erzbischof Tin Win von Mandalay, der antiken burmesischen Hauptstadt, gegenüber Fides in einem Kommentar zum jüngsten Appell von Papst Franziskus am Ende des gestrigen Angelusgebets. Der Papst unterstützte den Appell der Bischöfe von Myanmar und erinnert an die "herzzerreißende Erfahrung" der vertrieben, verängstigt und einen Schritt von der Hungersnot entfernten Bevölkerung und forderte den Schutz von humanitären Korridoren in den Konfliktgebieten, die Achtung der Heiligkeit der Kultstätten und die Gewährleistung der Sicherheit der Zivilbevölkerung und betete dafür, dass Christus dem Land Frieden bringen möge. „Möge das
"Wir bitten alle herzlich: Hört auf die Stimme des Papstes, macht Schluss mit aller Gewalt!", so der Erzbischof der die Situation "immensen Leidens für die Menschen in der Diözese Mandalay und in anderen Territorien“ bestätigt. Frauen, Kinder, kranke Alte würden vertrieben, sie seien erschöpft und leiden unter weit verbreiteter Gewalt. „Die Armee hat auch Vorräte für humanitäre Hilfsprogramme verbrannt und das ist eine große Grausamkeit gegenüber unschuldigen Menschen", beklagt er.
Der Erzbischof begrüßt in diesem Zusammenhang auch das von den Vereinten Nationen beschlossene universelle Waffenembargo gegen Myanmar: "Die burmesische Bevölkerung hat auf diese Entscheidung gewartet. Wir hoffen, dass dies ein erster Schritt sein wird, um die Gewalt zu stoppen und einen Weg des Friedens wieder aufzunehmen".
„Wir sehen, dass Gewalt und Zusammenstöße zunehmen“, beklagt der Erzbischof abschließend, „Der Protest hatte friedlich begonnen und wurde heftig unterdrückt. Heute sehen vor allem junge Leute keine andere Möglichkeit, als sich mit Waffen zu verteidigen. Die Kirche predigt Frieden und heute erleben wir die blutige Tragödie unseres eigenen Volkes, des Blutes das auf burmesischem Boden vergossen wurde. Es ist eine wahre Tragödie und vorerst gibt es keinen Ausweg, weil der Dialog zum Erliegen gekommen ist und wird von beiden Seiten abgelehnt wird. Wir können nur unsere Arme zum Himmel erheben und zu Gott beten: Erhöre uns, rette uns. Unsere letzte Zuflucht ist das Gebet. Die Kirche in Myanmar hilft der armen, verletzlichen, wehrlosen Bevölkerung mit allen Mitteln und betet weiterhin intensiv für Frieden".
(PA) (Fides 21/6/2021)


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