AMERIKA/ARGENTINIEN - Weltgebetstag für Opfer des Menschenhandels: „Würde und Freiheit jedes Einzelnen muss respektiert werden”

Freitag, 5 Februar 2021 menschenhandel     auswanderung     menschenrechte   bischofskonferenzen  


Buenos Aires (Fides) – Mit Blick auf den Weltgebetstag für die Opfer des Menschenhandels am kommenden 8. Fabruar, dem Fest der Heiligen Bakhita, rufen die Bischöfe Argentiniens dazu auf „gemeinsam die Stimme zu erheben und zu beten“ . Die Kommission für die Pastoral unter Migranten und Menschen unterwegs der Argentinischen Bischofskonferenz lädt in einer aus diesem Anlass veröffentlichten Botschaft dazu ein, für eine Gesellschaft ohne Sklaven und Ausgeschlossenen zu beten und zu kämpfen, damit „die Würde und Freiheit jedes Einzelnen anerkannt und respektiert wird".
„Das beschämende und unerträgliche Verbrechen des Menschenhandels schadet vielen Menschen ernsthaft”, heißt es in der Erklärung, “Die Zeit der Isolation zur Bekämpfung der Pandemie hat dieses Verbrechen verschärft und es in den vielen Gesichtern von Brüdern und Schwestern, die wir jeden Tag neben uns leiden sehen, sichtbarer und unhaltbarer gemacht. Es gibt Tausende von Menschen - Kinder, Männer und Frauen jeden Alters -, die ihrer Freiheit beraubt und gezwungen sind, unter schmerzlichen Bedingungen authentischer Sklaverei zu leben“.
Die Bischöfe erinnern in diesem Zusammenhang an die Not von Migranten, die aus verschiedenen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Gründen gezwungen sind, in der Illegalität zu leben: "Viele von ihnen sind am verwundbarsten, weil sie akzeptieren müssen, unter inakzeptabelen Umständen zu leben und zu arbeiten, um ihr Brot zu verdienen und dabei in die Hände von kriminellen und korrupten Netzwerken fallen, die mit Menschen handeln“.
Die Erklärung würdigt die "große stille Arbeit", die seit langem von Ordensgemeinschaften und kirchlichen und zivilen Organisationen zusammen mit vielen freiwilligen Helfern geleistet wird, denn "großzügigen Hilfsdienst für die Opfer und die Ärmsten, Hilfe, Rehabilitation, Wiedereingliederung, Förderung, Begleitung sind die Antworten, die das Evangelium zugunsten dieser Ausgeschlossenen erfordert“.
All diese Arbeit reiche jedoch nicht aus, um der Ausbeutung des Menschen ein Ende zu setzen. Aus diesem Grund sei auch auf institutioneller Ebene mehr Engagement erforderlich: "Der Staat muss sich um den Schutz von Leben kümmern und alle Formen der Sklaverei, des Menschenhandels und der Ausbeutung von Menschen beseitigen, wbei es keinen Raum für Korruption und Straflosigkeit geben darf“.
Abschließend erinnern die Bischöfe daran, dass "diese Zeit der Pandemie die Zeit ist, mit den Augen Unserer Lieben Frau, dem Blick der Hoffnung, zu schauen und die Jungfrau zu bitten, "uns zu lehren, Architekten der Solidarität, Geschwisterlichkeit und der sozialen Freundschaft zu werden, damit wir großzügige und angemessene Antworten geben und mit Begeisterung den Weg wieder aufnehmen, der uns zum Aufbau einer Gesellschaft ohne Sklaven oder Ausgeschlossene führt.“
(SL) (Fides 05/02/2021)


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