AMERIKA/PERU - Digitale Vollversammlung der Bischöfe: Umstrukturierung des CELAM, Gesundheitskrise und aktuelle Lage stehen auf der Tagesordnung

Dienstag, 19 Januar 2021 bischofskonferenzen     soziale lage   politik  

Twitter

Lima (Fides) – Am gestrigen Montag, 18. Januar, wurde die 117. Vollversammlung der Bischöfe von Peru eröffnet. Die 54 Bischöfe der 46 Kirchsprengel des Landes tagen in virtueller Form bis zum kommenden Donnerstag, 21. Januar unter dem Vorsitz von Erzbischof Miguel Cabrejos Vidarte von Trujillo. Auf der Tagesordnung steht auch die "Erneuerung und Umstrukturierung des CELAM". Vorsitzender des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) ist derzeit ebenfalls Erzbischof Cabrejos.
Im Geiste der Gemeinschaft und der Synodalität werden sich die Bischöfe auch mit andere Themen befassen und die jüngsten Entwicklungen im Land analysieren, sowohl mit Blick auf die Gesundheitskrise als auch was die gesellschaftspolitische und pastorale Situation anbelangt.
In Peru kam es in den letzten drei Monaten zu Demonstrationen, bei denen insbesondere junge Menschen einen radikalen politischen Wandel und den Rücktritt des Präsidenten forderten (vgl. Fides 23/11/20). In Erwartung der Präsidentschaftswahlen am 11. April 2021 und angesichts einer zweiten Welle der Corona-Pandemie sieht sich Peru zurzeit politischer Unsicherheit konfrontiert und hat derzeit keine politische Führung, die die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich vereint.
Bereits Mitte November 2020 hatte die Peruanische Bischofskonferenz eine Erklärung zur politischen Krise des Landes veröffentlicht, die das widerspiegelte, was die Bevölkerung in vielen öffentlichen Demonstrationen zum Ausdruck gebracht hatte: "Jeden Tag beeinträchtigen Misstrauen, Ungewissheit und Unsicherheit den Fortschritt des Landes auf unumkehrbare Weise. Wir brauchen einen klaren Weg, um aus dieser Krise herauszukommen. Es ist wichtig, auf die Stimme und den Aufschrei der Bevölkerung zu hören, um wieder Vertrauen, Ruhe und sozialen Frieden zu erlangen. Deshalb sind Bemühungen um einen tiefgreifend und umfassend sozialen Dialog von grundlegender Bedeutung, der nach alternativen Lösungen für Konfrontation und Konflikte sucht" (vgl. Fides 16/11/2020).
(CE) (Fides 19/01/2021)


Teilen: