ASIEN/PHILIPPINEN - Weihnachtsbotschaft der "Silsilah"-Bewegung: Advent und Weihnachten sind eine Zeit der Barmherzigkeit

Donnerstag, 17 Dezember 2020 dialog   islam   christentum   weihnachten     solidarietät   barmherzigkeit  

Zamboanga (Fides) - "Das neue liturgische Jahr, das mit der Adventszeit begann und in den Feierlichkeiten zu Weihnachten gipfelt, ist eine Einladung an die Christen, in eine Phase der Umkehr der Herzen einzutreten, die sich Papst Franziskus in "Misericordia Vultus" wünscht wenn er sagt, dass Gottes Barmherzigkeit der “Ausweis eines Christen ist", heißt es in der Weihnachtsbotschaft der von dem italienischen Missionar Pater Sebastiano D'Ambra vom Päpstlichen Institut für die Außenmissionen (PIME) gegründeten islamisch-christlichen Bewegung "Silsilah" mit Sitz auf der der Insel Mindanao im Süden der Philippinen,
In der Botschaft wird auch an das bevorstehenden 500jährige Jubiläum der Ankunft des Christentums auf den Philippinen (1521-2021) erinnert. "Heute blicken wir mit Freude und Schmerz auf diese 500 Jahre zurück. Mit Freude, weil die Botschaft der Liebe Gottes und das Christentum unter den Menschen allmählich bekannt wurde, mit dem Ergebnis, dass heute viele das Christentum angenommen haben. Mit Schmerz, weil die Verbreitung des Christentums im Lauf der Jahrhundert nicht immer dem evangelischen Geist der Liebe für alle entsprach. Dies ist also auch eine Zeit, um Vergebung für die Sünden der Kirche auf den Philippinen im Laufe der letzten 500 Jahrenzu zu bitten". "Wir sind berufen, heute mit Demut die wahre Botschaft Jesu zu leben und uns daran zu erinnern, dass Advent und Weihnachten besondere Zeiten für die Bekehrung zu Gottes Liebe und Barmherzigkeit sind", heißt es in der Botschaft weiter.
Die Covid-19-Pandemie mit all ihren Implikationen und Problemen, lehre die Menschen verschiedener Kulturen und Religionen, “dass wir alle zu einer menschlichen Familie gehören und dass wir einen gemeinsamen Vater und Schöpfer haben".
"Wir möchten als christliche Mitglieder der Silsilah-Bewegung unser Engagement für Dialog und Frieden bekräftigen und weiterhin ein Bindeglied zwischen allen sein. In besonderer Weise erkennen wir die Sünden der Christen an, insbesondere gegen indigene Völker und Muslime, die in manchmal in Vergessenheit Barmherzigkeit geschehen sind", so die Autoren.
Das Erbe, das die islamisch-christliche Bewegung "Silsilah" seit 1984 zu vermitteln versuche sei das der "Förderung der Spiritualität des Lebens im Dialog mit Gott, mit sich selbst, mit dem Nächsten und mit der Schöpfung, in der Hoffnung, dass wir gemeinsam eine neue Kultur des Dialogs in der Gesellschaft schaffen können, der alle dazu drängt, für Harmonie, Solidarität und Frieden zusammenzuarbeiten. Dieser Aufruf ist angesichts der Pandemie umso dringlicher", heißt es weiter.
Abschließend hofft die Bewegung, dass "die Feier des 500-jährigen Jubiläums der Ankunft des Christentums auf den Philippinen ab dem Advent einen neuen Horizont der Liebe und Solidarität mit allen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen eröffnen wird".
(PA) (Fides 17/12/2020)


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