AMERIKA/HONDURAS - Temporary Protectet Status: USA verlängern Hilfsprogramm mit Blick auf Naturkatastrophen und Pandemie

Donnerstag, 10 Dezember 2020 menschenrechte   krisengebiete   naturkatastrophen     wirtschaft  

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Tegucigalpa (Fides) - Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, gab am Montag, den 7. Dezember bekannt, dass der so genannte „Temporary Protected Status” (TPS), für in den USA anwesende honduranische Staatsbürger verlängert wird. "Während unseres Treffens mit dem Interimssekretär des Ministeriums für innere Sicherheit, Chad Wolf, wurde uns mitgeteilt, dass das TPS, das im kommenden Januar enden soll, verlängert werden wird", bestätigte Hernández.
Der Außenminister von Honduras, Lisandro Rosales, hatte einen entsprchenden Antrag beim derzeitigen Leiter des Ministeriums für innere Sicherheit, Chad Wolf, im Rahmen eines Besuchs unter der Leitung von Präsident Juan Orlando Hernández persönlich in Washington vorgelegt.
Diese Entscheidung der US-amerikanischen Behörden werde dazu beitragen, “die enorme Herausforderung des nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus, in der Zeit nach der Pandemie und nach der Zerstörung, die die Tropenstürme Eta und Iota in Honduras hinterlassen haben anzugehen". Nach offiziellen Angeben senden die Bürger des Landes aus den USA ihren Verwandten jährlich durchschnittlich 5 Milliarden US-Dollar, was eine wichtige Unterstützung für die Wirtschaft des Landes darstellt.
Am Sonntag, dem 6. Dezember, hatte sich Kardinal Óscar Andrés Rodríguez zum Wiederaufbau des Landes nach den Hurrikanen geäußert: "Der Wiederaufbau von Honduras wird nicht auf magische Weise oder mit Geldern aus anderen Ländern durchgeführt werden können, sondern es wird darum gehen, was wir haben gut zu nutzen". "Es ist ein schwieriger und trostloser Moment für unser armes Honduras", warnte der Kardinalerzbischof von Tegucigalpa während des Sonntagsgottesdienstes und lud alle ein, den Weg für die Ankunft des Herrn vorzubereiten.
Wie die Website der US-amerikanischen Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbehörde (USCIS) bestätigte, soll das TPS für Honduras, El Salvador, Haiti, Nepal, Nicaragua und Sudan bis mindestens Oktober 2021 gültig sein. Das TPS schützt Menschen, die extremen Schwierigkeiten ausgesetzt wären, wenn gezwungen, in ihre Herkunftsländer zurückzukehren, die durch bewaffnete Konflikte oder Naturkatastrophen, belastet sind. Der Schutz betrifft Personen, die sich bereits in den USA befinden. Für Honduras und Nicaragua wurden TPS-Bestimmungen erstmals gewährt, nachdem der Hurrikan Mitch 1998 Mittelamerika heimgesucht hatte. Einige Empfänger leben seit Jahrzehnten in den USA.
(CE) (Fides 10/12/2020)


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