AFRIKA/MOSAMBIK - Islamistische Gewalt in Cabo Delgado: Mitarbeiter eines katholischen Radiosenders wieder in Sicherheit

Montag, 23 November 2020   dschihadisten   vertriebene  

Maputo (Fides) – Die Mitarbeiter des katholischen Radiosenders der Provinz Cabo Delgado in der Diözese Pemba, die gezwungen waren, in den Busch zu fliehen, nachdem die Rebellen des Islamischen Staates in die Studios des Senders eingedrungen waren (vgl. Fides 16/11/2020), sind wieder in Sicherheit.
"Das Nationale Forum des Gemeinschaftsradios (FORCOM) berichtet, dass sich die neun Journalisten der Redaktion des Gemeinschaftsradios „São Francisco de Assis“ im Bezirk Muidumbe in der Provinz Cabo Delgado nach 15 Tagen in Sicherheit befinden“, so FORCOM auf der eigenen Facebook-Seite.
Das Forum "konnte den Journalisten logistische Unterstützung bieten, um die relativ sicheren Gebiete Namialo, Montepuez und Pemba zu erreichen". Die letzten beiden Journalisten der Gruppe sind seit dem 16. November in Sicherheit und "konnten zu Verwandten im Bezirk Montepuez zurückkehren", bestätigt FORCOM.
Die Situation der Journalisten bleibt jedoch prekär, kaum Mittel zur Verfügung stehen, "um den Lebensunterhalt der Journalisten und ihrer Familien zu sichern", und weil befürchtet wird, dass "die Rebellen die gesamte Provinz Cabo Delgado bedrohen".
Am 31. Oktober verließ die gesamte Redaktion des Community-Radiosenders „São Francisco de Assis“ die Studios, nachdem die Rebellen die Pfarrkirche des Heiligen Herzens Jesu im Bezirk Muidumbe, in dem sich der Sender befindet, angegriffen hatten. Neun Journalisten suchten zusammen mit ihren Familien Zuflucht im Wald.
Zur Bekämpfung der Gewalt, die von islamistischen Gruppen ausgeht, im Süden Tansanias aktiv sind, wollen die Sicherheitskräfte von Tansania und Mosambik künftig mit gemeinsamen Operationen gegen mit dem Islamischen Staat verbundene Kämpfer vorgehen.
Der tansanische Polizeichef, General Simon Sirro, und sein mosambikanischer Amtskollege, Bernardino Rafael, trafen sich am 20. November in der südtansanischen Grenzstadt Mtwara. In der Provinz Cabo Delgado haben islamistische Kämpfer seit Beginn der Unruhen mehr als 2.300 Menschen getötet und 500.000 Einwohner zur Flucht gezwungen.
(L.M.) (Fides 23/11/2020)


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